Die vier Mädchen kommen ganz schön ins Schwitzen. Noch sind die Choreografien recht einfach, doch der Schwierigkeitsgrad steigert sich ständig. Konzentriert beobachten die Sechstklässlerinnen die Bewegungen der Tanzlehrer, versuchen, die Anweisungen umzusetzen. Sie sind mit Begeisterung bei der Sache.

Was die Mädchen am Wochenende in der Tanz-Fabrik in Urdorf absolvieren, ist der Showdance-Tanzkurs ihm Rahmen des Urdorfer Ferienspass-Projekts. «Die Mädchen sollen lernen, mit ihrem Körper bewusster umzugehen», sagt Tanzlehrerin Bea Hofmann. Die 34-jährige Urdorferin tanzt seit ihrem 16. Lebensjahr, seit sieben Jahren in der «Tanz-Fabrik».

Ausstrahlung und Selbstsicherheit

Hofmann liegt dieses Projekt besonders am Herzen. «Mir ist aufgefallen, dass sich das Körpergefühl bei den Jugendlichen in den letzten Jahren verschlechtert hat. Dagegen sollte man etwas unternehmen.» Es sei wichtig, dass die Schülerinnen aus sich heraus kommen würden. Ausstrahlung und Selbstsicherheit seien beim Showdance das Wichtigste. «Eine aufrechte Haltung und Selbstbewusstsein sind zum Beispiel auch bei Bewerbungsgesprächen sehr wichtig», sagt Hofmann und lächelt ihre Tanzschülerinnen herzlich an.

Auch Sam Fischer ist mit von der Partie. Der Breakdancer unterstützt seine Kollegin Bea Hofmann bei diesem Projekt und hat sichtlich Freude am Unterrichten. Mit viel Lob während der Übungen ermutigt er die Schülerinnen. Dabei beobachtet und korrigiert er jedes einzelne Mädchen, damit die Schritte auch richtig sitzen.

Andrea Köbeli Jah stattet dem Tanzkurs ebenfalls einen Besuch ab. Sie kommt im Auftrag der politischen Gemeinde Urdorf. «Den Ferienspass für die Schüler aus Urdorf gibt es nun schon seit neun Jahren, seit sechs Jahren arbeiten wir mit der ‹Tanz-Fabrik› Urdorf.»

Nebst dem Tanzkurs würden noch viele andere Veranstaltungen organisiert, sagt Köbeli Jah, während die Schülerinnen im Hintergrund ihre Schritte üben. «Village Stuff Young» sei beispielsweise eine dieser Veranstaltungen; sie findet alle zwei Jahre im Embrisaal in Urdorf statt: «Es geht darum, den Jugendlichen etwas zu bieten.» Jugendtalente aus dem Limmattal dürfen bei dieser Veranstaltung ihr Können einem breiten Publikum zeigen, und vielleicht wird bei solchen Projekten das Interesse von zukünftigen Nachwuchstänzern erst richtig geweckt.