Dietikon
Löwenzentrum-Tunnel: «Mehr als nur ein Loch unter der Zentralstrasse»

Seit gestern verbindet ein neuer Tunnel die Tiefgaragen unter dem Löwenzentrum und der «Nextra»-Überbauung. Dank ihr kann die Garagenausfahrt auf die Löwenstrasse geschlossen werden. Davon profitieren die Fussgänger im Stadtzentrum.

Gioia lenggenhager
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Michael Behrisch von der Zurich Versicherung, Stadtpräsident Otto Müller und Martin Munz von der Credit Suisse zertrennten das symbolische Band anlässlich der Eröffnung des Verbindungsbauwerks. as

Michael Behrisch von der Zurich Versicherung, Stadtpräsident Otto Müller und Martin Munz von der Credit Suisse zertrennten das symbolische Band anlässlich der Eröffnung des Verbindungsbauwerks. as

Ab sofort gibt es für beide Parkhäuser nur noch die eine Ausfahrt an der Oberen Reppischstrasse. Wer im Löwenzentrum parkiert, fährt unterirdisch durch das «Nextra»-Parkhaus weg. Die unterirdische Verbindung ist allerdings eine Einbahn. Vom «Nextra»-Parkhaus kann man nicht ins Parkhaus des Löwenzentrums rüberfahren. Wer im Löwenzentrum einkaufen möchte, kann neu auch unter der «Nextra»-Überbauung parkieren und erreicht das Zentrum unterirdisch bequem zu Fuss.

Mit der Eröffnung der unterirdischen Verbindung gestern Morgen geht eine 11-monatige Bauphase zu Ende. Rund 1,6 Millionen Franken hat das Bauwerk gekostet. Die zweiteilige Tiefgarage zählt 182 öffentliche Parkplätze.

So sieht die neue Verbindung aus

So sieht die neue Verbindung aus

Zur Verfügung gestellt

Begegnungszone mit Tempo 20

«Das Verbindungsbauwerk ist ein kleiner Meilenstein Richtung Aufwertung des Stadtzentrums», sagt Stadtpräsident Otto Müller. Die Schliessung der Garagenausfahrt auf die Löwenstrasse verbessere die Situation der Fussgänger und des Langsamverkehrs im Zentrum massgeblich.

«Wir machen uns Gedanken über weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen östlich der Reppisch», sagt Andreas Petermann, stellvertretender Stadtplaner und Zuständiger für den Tiefbau. Das Gebiet zwischen der Weininger-, der Merkur- und der Löwenstrasse soll vom Durchfahrtsverkehr entlastet werden.

«Dieses Verbindungsbauwerk ist mehr als nur ein Loch unter der Zentralstrasse, es ist ein erster Schritt hinsichtlich einer verkehrsberuhigten Zone Richtung Kronenareal», sagt der Stadtpräsident Otto Müller. Die Fussgängerzone vom Bahnhof zum Kirchplatz soll in Zukunft durch eine Begegnungszone mit Tempo 20 oder mit einer 30er- Zone bis zum Kronenareal verlängert werden.

Über die Parkpreise der zweiteiligen Tiefgarage müssen sich die Besitzer der beiden Gebäude, die Credit Suisse und die Zurich Versicherung zuerst noch einig werden. Bis das geschieht, ist die Benützung kostenfrei.