Dietikon soll sich für die Lohngleichheit von Mann und Frau stark machen und sich so als moderne Stadt präsentieren. Das fordern SP-Gemeinderat Philipp Sanchez sowie fünf Mitunterzeichnende in einem Postulat, das kürzlich eingereicht wurde. Geht es nach den sechs Parlamentariern, soll der Stadtrat die durch das Eidgenössische Departement des Innern geschaffene «Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» unterzeichnen und die darin bezeichneten Massnahmen zur Schaffung von Lohngleichheit einleiten.

Unerklärliche Differenzen

«Die Forderung nach Lohngleichheit zwischen Mann und Frau ist seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Nach wie vor jedoch bestehen unerklärbare Lohndifferenzen zwischen Mann und Frau», schreibt Sanchez. So betrage der durchschnittliche Lohnunterschied zurzeit ungefähr 18 Prozent, wovon sich etwas weniger als die Hälfte objektiv nicht rechtfertigen liesse.

«Der Stadt Dietikon könnte, durch Unterzeichnen der Absichtserklärung und Umsetzung der darin erläuterten Massnahmen, im Limmattal diesbezüglich eine Vorbildfunktion zukommen», hält Sanchez fest. Dietikon hätte die Chance, sich als moderne Stadt zu präsentieren, die sich für eine finanzielle Gleichstellung von Mann und Frau einsetzt und würde sich zudem als attraktiver Arbeitgeber profilieren, ist der SP-Gemeinderat überzeugt.