Der jüngste Fallkostenvergleich umfasst 17 Zürcher Akutspitäler, die 2014 mindestens 200 akutsomatische Patientinnen und Patienten behandelt haben, wie die Gesundheitsdirektion am Dienstag mitteilte. Neu wurden auch Patienten einbezogen, die ihren Wohnsitz nicht im Kanton Zürich haben.

Als Richtwert oder Benchmark diente das Kantonsspital Winterthur. Hier lagen die Fallkosten bei durchschnittlich 9772 Franken. Über diesem Wert lagen sieben der einbezogenen Spitäler, darunter deren neun. Wie schon in den beiden Vorjahren wies die Klinik Adus Medica mit 8377 Franken die tiefsten Fallkosten auf. An der Spitze lag das Spital Männedorf mit 11'738 Franken.

Gegenüber 2013 konnte das Stadtspital Triemli seine Fallkosten um rund 3,7 Prozent senken. Dagegen verzeichneten die Spitäler Limmattal, Uster sowie das See-Spital in Horgen ein Kostenwachstum von über 5 Prozent.

Fast 217'000 stationäre Patienten

Die Zürcher Listenspitäler haben 2014 fast 217'000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Um satte 9 Prozent zugenommen haben die Behandlungen von Patienten, die ausserhalb des Kantons wohnen. Dies ist laut Gesundheitsdirektion ein weiterer Beleg für die Attraktivität des Spitalstandorts Zürich.

Mit einer durchschnittlichen Fallschwere von 1,11 liege der Kanton Zürich klar über dem schweizerischen Durchschnitt. Dies unterstreiche die wichtige Rolle der Zürcher Spitäler bei der Behandlung von komplexen Fällen.

Die Zürcher Spitäler seien mit ihren Kostenstrukturen im schweizweiten Vergleich nach wie vor gut aufgestellt, heisst es in der Mitteilung. Allerdings gelte es, die Kostenentwicklung kritisch im Auge zu behalten.

Die Tariffestsetzung der Zürcher Regierung war im Laufe des letzten Jahres in mehreren Entscheiden gestützt worden. Diese Entscheide hätten Klarheit und Rechtssicherheit ins Zürcher Spitalwesen gebracht und die Methodik des Zürcher Fallkostenvergleichs gestärkt.

Seit über zehn Jahren veröffentlicht der Kanton Zürich einen Kostenvergleich der stationären Spitalbehandlungen. Damit soll Transparenz über die Kostensituation in den verschiedenen Spitälern geschaffen werden. Als Grundlage für den Fallkostenvergleich dienen Kostenanalysen der Spitäler nach einer einheitlichen Methodik.