Kommentar
Lobbyisten im Teenie-Alter

Ein Jugendrat will sich in Dietikon für die Belange von Jugendlichen in der Lokalpolitik einsetzen.

Gabriele Heigl
Gabriele Heigl
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In Dietikon gibt es seit neustem einen Jugendrat.

In Dietikon gibt es seit neustem einen Jugendrat.

Gabriele Heigl

Noch sind sie zu fünft. Bald werden es mehr sein. Die Jugendlichen, die in Dietikon einen Jugendrat gegründet haben, wollen sich einbringen in die Gemeindepolitik mit dem Ziel, den Belangen ihrer Generation Gehör zu verschaffen. Wie Lobbyisten werden sie künftig dafür sorgen, dass die Anliegen, Wünsche und Probleme der Dietiker Jugendlichen nicht nur wahrgenommen werden, sondern dass sich auch etwas verbessert für sie. Demnächst findet eine erste Jugendsession statt, auf der sich die fünf mit vielen anderen Jugendlichen austauschen wollen. Danach gilt es, Gemeinderäte zu finden, die sich des Vorschlags annehmen und einen Vorstoss lancieren.

Ihren ersten öffentlichen Termin auf der politischen Bühne haben die fünf schon bestanden – Vorstellungstermin im Gemeinderat, frei nach dem Motto: «Hallo, wir sind die Jugend – hört uns zu!» Wenn man weiss, womit 14-Jährige sich üblicherweise so rumschlagen (die nervige Schule und die lästigen Eltern, die coolen Kids und die ersten Flirts, das nächste Match und das neuste Handy), dann staunt man über die Lust dieser Schülerinnen und Schüler, mitzumischen in der oft zähen Lokalpolitik.

Gewiss wird der Schwung Dämpfer bekommen. Dann, wenn die Gemeinderäte die Sorgen der jungen Leute nicht wichtig genug nehmen, wenn die Parlamentarier andere Themen priorisieren, wenn keiner der Vorschläge etwas kosten darf. Dann muss zu Mut, Lust und Begeisterung noch Durchhaltevermögen kommen. Und wohlwollende Berater und Motivatoren, im Idealfall aus dem Kreise des Gemeinderats.