Schlieren bestellte am Wahlsonntag sein 36-köpfiges Parlament neu. Wie bei den Stadtratswahlen gab es auch hier Umwälzungen. Das Fazit blieb jedoch dasselbe: Die Grünliberalen sind die strahlenden Sieger. Sie konnten ihre Sitzzahl von 2 auf 4 verdoppeln und erreichen damit Fraktionsstärke und somit Zugang zu Kommissionen. Andreas Kriesi, GLP-Präsident und neu Stadtrat, sagt dazu: «Wir waren während des Wahlkampfes sehr präsent, machten zahlreiche Strassenaktionen und verteilten Flyers.» Ebenfalls zu den Siegern gehören die SP (+ 1 Sitz) und die Grünen (+ 1 Sitz). SP-Präsident Walter Jucker zeigte sich zufrieden mit diesem Resultat. «Ich hoffe, dass wir so Dinge bewegen können, die wir vorher nicht bewegen konnten.»

Kein Kommentar von der SVP

Grosse Verliererin des Wahlsonntags ist die SVP, die zwei Sitzverluste hinnehmen musste. Vom Präsidenten der Ortspartei, Beat Kilchenmann, hiess es am Abend: «Kein Kommentar.» Auch der Quartierverein wird in der kommenden Legislatur über ein Mandat weniger verfügen und neu zwei Sitze haben. Die Partei, die 2006 noch 4 Sitze aufwies, verliert somit Fraktionsstärke und den Zugang zu Kommissionen. Auch die EVP verliert einen Sitz und kommt neu auf nur noch ein Mandat.

Neu ist die SP mit neun Sitzen die stärkste Partei, gemeinsam mit den Grünen bildet sie mit elf Mandaten die stärkste Fraktion. Wie bis anhin auf sechs Sitze kommen die Freisinnigen. Keine Veränderung gab es auch im Lager der CVP, die weiterhin über vier Mandate verfügt.

Das ist der neue Zürcher Stadtrat