Dietikon
Linke und Grüne blasen zum Sturm auf Stadtrat

Die SP will ab 2014 ein bis zwei Sitze mehr in der Exekutive, Grüne und AL stellen ebenfalls Kandidaten auf. Heute sind die Linken und Grünen in der siebenköpfigen Dietiker Exekutive nur gerade einmal vertreten.

Bettina Hamilton-IRvine
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Will nochmals: Heinz Illi (EVP)
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Sagt noch nichts: Roger Brunner (SVP)
Will nochmals: Otto Müller (FDP).
Will nochmals: Esther Tonini (SP).
Sagt noch nichts: Rolf Schaeren (CVP).
Kandidiert neu: Lucas Neff (Grüne).
Sagt noch nichts: Jean-Pierre Balbiani (SVP).
Sagt noch nichts: Johannes Felber (CVP).
Stadtratswahlen Dietikon: Die Kandidaten

Will nochmals: Heinz Illi (EVP)

Limmattaler Zeitung

SP-Präsidentin Rosmarie Joss hat klare Vorstellung davon, was Dietikon braucht. Damit sich «etwas zum Positiven verändert», brauche es ein bis zwei zusätzliche SP-Stimmen in der Stadtregierung, so Joss. In Anbetracht der jetzigen Legislaturperiode sei klar, dass der Stadtrat eine andere parteipolitische Zusammensetzung benötige, um eine zukunftsgerichtete Politik zu betreiben, findet sie.

Heute sind die Linken und Grünen in der siebenköpfigen Dietiker Exekutive nur gerade einmal vertreten: mit SP-Stadträtin Esther Tonini. Dass sich das bei den Stadtratswahlen im Februar 2014 ändern soll, findet auch AL-Präsident Ernst Joss, der sich sogar eine linke Mehrheit wünscht. Die aktuelle Legislaturperiode zeige deutlich, dass diese nötig sei: «Persönlich könnte ich mir drei SP-Stadtratsmitglieder und eines von der AL vorstellen», sagt Joss. Die AL beabsichtige, einen Kandidaten aufzustellen. Wer, ist noch nicht klar.

Auch die SP verrät noch nicht, mit wem sie in den Kampf ziehen will. Wie Präsidentin Joss sagt, werden die Nominationen zwischen Sommer- und Herbstferien erfolgen.

Auf jeden Fall nochmals für die SP antreten will Hochbauvorsteherin Esther Tonini. «Die Arbeit als Hochbauvorsteherin ist sehr spannend und wird es auch in den nächsten Jahren bleiben», sagt Tonini. Zudem wolle sie die gemachten Erfahrungen in ihre zukünftige Arbeit einfliessen lassen: «Nach vier Jahren zurückzutreten, würde für mich bedeuten, auf halbem Weg stehen zu bleiben.»

Ebenfalls in den Stadtrat wollen die Grünen. Wie sie bereits im April mitgeteilt haben, wird Fraktionschef Lucas Neff versuchen, einen Exekutivsitz zu ergattern.

Illi und Müller wollen nochmals

Auf der bürgerlichen Seite halten sich mehrere der sechs Stadträte noch bedeckt. Definitiv seine Kandidatur bestätigt hat aber Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP). Er habe «nach wie vor grosse Freude und grosses Interesse» daran, an der Entwicklung von Dietikon mitzuarbeiten, sagt er. «Wir haben zahlreiche Projekte, an denen ich hautnah dran bin», so Illi. «Enorm zentral» sei für ihn vor allem die Limmattalbahn, aber auch die Bewältigung von Problemen der 24-Stunden-Gesellschaft. Weitere Kandidaten wird die EVP laut Präsident Thomas Wirth nicht aufstellen.

Nochmals Interesse zeigt auch Stadtpräsident Otto Müller (FDP). Die Arbeit gefalle ihm nach wie vor sehr, sagt er. Vieles sei erreicht worden, manches sei auch noch in Planung oder Umsetzung. «Hier würde ich gerne weiter mitarbeiten», so Müller. Es liege aber natürlich in der Hand seiner Partei, zu entscheiden, ob sie ihn nochmals nominieren wolle. Der Entscheid fällt am 28. August.

Die FDP wird sich mit einer Kandidatur begnügen, wie Präsident Werner Hogg sagt. Keine weiteren Personen hätten Ambitionen angemeldet.

SVP und CVP: Entscheid im Herbst

Noch nicht äussern will sich die CVP, die mit Sozialvorstand Johannes Felber und Finanzvorstand Rolf Schaeren zweinal in der Exekutive vertreten ist. Sie wird im September entscheiden, wer nominiert wird.

Geheimnisvoll gibt sich auch die SVP, für die heute Schulpräsident Jean-Pierre Balbiani und Werkvorstand Roger Brunner im Stadtrat sitzen. Wie Präsidentin Astrid Dätwyler sagt, sei eine Wahlkommission damit beauftragt worden, dem Vorstand nach den Sommerferien einen Vorschlag zu machen. Die Partei will im September entscheiden, wen sie in den Wahlkampf schickt.

Die Grünliberalen werden voraussichtlich nicht antreten, wie Präsident Clemens Schroeder sagt. Der Stadtrat wird am 9. Februar 2014 gewählt; der zweite Wahlgang ist auf den 18. Mai angesetzt.