Heimatchor
Limmigruess lädt zum Chränzli mit gemischtem Programm

Der Heimetchor Limmigruess bot in der Gemeindescheune ein abwechslungsreiches Programm. Der Männerchor Geroldswil-Oetwil trug ein paar nostalgische bis lüpfige Stücke vor. Das amüsante Theaterstück «No einisch Glück gha» rundete den Abend ab.

Ly Vuong
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Heimatchor Limmigruess
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Margrit Gittelson, Solistin, warnt vor den Männern beziehungswweise dem Männerchor
Der Männerchor trägt hier das melancholische Friesenlied vor
Heimatliche Lieder vom Heimetchor
Das Laientheaterensemble bedankt sich beim enthuastischen Publikum

Heimatchor Limmigruess

Ly Vuong

leich zu Anfang sang der 16-köpfige Heimetchor unter der Leitung von Dirigent Peter Thalmann drei Volkslieder. Im Lied «Bajazzo» schwang viel melancholische Sehnsucht mit, besonders in den Zeilen: «Warum bist du gekommen, wenn du schon wieder gehst?» Etwas beschwingter warnte danach Margrit Gittelson, Solistin des Heimetchors, mit dem Mozart-Text «Männer suchen stets zu naschen, sperrt die Zuckerplätzchen ein» vor dem Auftritt des Männerchors Geroldswil-Oewtil. Dieser entlockte dem Publikum mit «Ein Bier» einiges Schmunzeln.

Der sechsköpfige Männerchor wird im kommenden Januar sein 60-jähriges Bestehen feiern. Sie würden sich über neue Mitglieder freuen, erwähnte Alban Guntern, Präsident des Chors, in seiner Ansprache. Auch im Heimetchor Limmi-gruess seien neue Aktivmitglieder herzlich willkommen, sagte Präsident Daniel Dittli. Jeden Dienstagabend probe der Heimetchor im Singsaal Geroldswil.
«Die gute Kameradschaft im Chor und die schwermütigen Lieder machen mir grosse Freude», sagte Alberto Broch, der schon seit zehn Jahren im Heimetchor singt. Auch für den 74-jährigen Joe Meier ist die Kollegialität im Chor das Wichtigste. Für Käthi Litschi steht neben der Geselligkeit das Singen im Vordergrund: «Singen ist gut für das Wohlbefinden. Mir gefällt, dass man in andere Gefühlswelten eintauchen kann.»

Das Lied «Country Roads» brachte etwas Western-Stimmung in den Abend, was Joe Meier als Westernfan besonders gefiel. Als Zugabe und Überraschung sangen der Heimetchor Limmigruess und der Männerchor Geroldswil-Oetwil, begleitet von der Pianistin Som Ko Barras, zusammen Verdis «Nabucco».

Für viele Lacher sorgte schliesslich das Theaterstück «No einisch Glück gha», gespielt von Aktivmitgliedern und Bekannten des Heimetchors. Es war ein turbulentes Stück, das zum Raten und Lachen einlud. Die Geschichte: Zwei Freunde, Peter und Markus, treffen sich zufällig und hauen kräftig über die Stränge. Am nächsten Morgen wollen ihre Ehefrauen wissen, was los war. Eine junge Frau, die vermeintliche Gespielin der beiden Freunde, entpuppt sich schliesslich als die Freundin von Peters Sohn, die die Eltern noch nicht kannten und zuvor Vorurteile gegenüber ihrem Beruf als Schauspielerin hegten.

Die Zuschauerin Annette Brand war beeindruckt von der Leistung der Laienschauspieler. Auch Eliane Haug lobte das Stück: «Das Theater ist lustig und spannend. Der Autor hat sich da etwas Geniales ausgedacht.»