Das Projekt Limmattalstrasse in Oetwil mit dem neuen Kreisel auf Höhe der Dorfstrasse ist auf seinem Rechtsweg einen grossen Schritt weitergekommen. Der Zürcher Regierungsrat hat die beiden verbleibenden Einsprachen abgewiesen, wie er gestern mitteilte. Mit drei anderen Einsprechern ist sich das Tiefbauamt schon im Vorfeld einig geworden.

Mit dem Regierungsratsbeschluss wurde auch der entsprechende Bruttokredit gesprochen. Das Strassenprojekt kostet 7,7 Millionen Franken. Der Kanton rechnet damit, dass der Bund 1,5 Millionen Franken übernimmt. Der Beschluss mit der Festsetzung des Projekts ist nicht öffentlich. Dies ist dem Datenschutz der Einsprecher geschuldet.

Die beiden Einspracheparteien haben nun eine Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung erhalten. Während einer 30-tägigen Frist kann der Regierungsratsbeschluss vor das Zürcher Verwaltungsgericht gezogen werden. Dazu berechtigt sind allerdings nur die beiden bisherigen Einsprecher, neue Rechtsstreitigkeiten sind also nicht mehr möglich. Am 9. April gibt es dann Gewissheit, ob das Projekt wie geplant ab Juni umgesetzt werden kann.

Wie Urs Nieffer, der Projektleiter des kantonalen Tiefbauamts, auf Anfrage erklärt, sei es leider nicht auszuschliessen, dass einer der beiden Einsprecher die Sache weiterzieht.

Gebaut wird sowieso ab April

Ganz egal, ob das geschieht oder nicht, wird im betreffenden Oetwiler Teilstück des Projekts Limmattalstrasse ab April gebaut. Grund dafür ist der Ausbau der Regiowärme der Limeco. Dieses Projekt ist im Prinzip unabhängig von jenem des Kantons. Um die Leitung für die Regiowärme zu verlegen, muss der entsprechende Strassenteil nämlich sowieso bereits aufgerissen werden.

«Unser Ziel war es ursprünglich, die Arbeiten der Fernwärme zusammen mit unseren Arbeiten an einen Unternehmer zu vergeben und im April 2017 gemeinsam mit den Bauarbeiten starten zu können», erklärt Projektleiter Urs Nieffer.

Zweites Projekt nicht betroffen

Zum Grossprojekt der flankierenden Massnahmen zum Gubrist-Ausbau gehört in Oetwil noch ein weiteres Projekt. Dabei geht es um den rund 400 Meter langen Abschnitt im Grenzgebiet von Oetwil und Geroldswil. Hier ist bereits im April Baustart; dieses Projekt ist von den Einsprachen nicht betroffen.

Bei den weiteren Projekten – der Limmattalstrasse in Geroldswil, der Umfahrungsstrasse in Weiningen und der Zürcherstrasse in Unterengstringen – sind schon länger alle Rechtsverfahren abgeschlossen.

Die Grossumleitung von Weiningen bis Oetwil, die wegen der Bauarbeiten nötig ist, startet am 18. April. Darauf hätte ein allfälliger Weiterzug der Einsprachen keinen Einfluss.