Geräteturnen
Limmattalerinnen turnen an Schweizermeisterschaft gross auf

Sechs Regionale schafften an der Mannschafts-SM im Geräteturnen die Einzelfinal-Qualifikation. Die Turnerinnen wurden in der Kantihalle in Romanshorn von den Zuschauern lautstark unterstützt.

Jlva Schneider
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Strahlen um die Wette: Marie Goodall, Timea Grossenbacher, Alessia Kober, Elena Orsi und Ana Maria Markovic (v.l.). JlVA SCHNEIDER

Strahlen um die Wette: Marie Goodall, Timea Grossenbacher, Alessia Kober, Elena Orsi und Ana Maria Markovic (v.l.). JlVA SCHNEIDER

Am vergangenen Wochenende wurde die Mannschafts-SM im Geräteturnen ausgetragen. Elf Limmattalerinnen waren mit am Start, sechs davon konnten sich für den Einzelfinal qualifizieren. Die zahlreich erschienenen Zuschauer unterstützten die Turnerinnen mit lauten Zurufen, mit Glockengeläute und Hupen, sodass sich die Kantihalle in Romanshorn schon bald in einen Hexenkessel verwandelte.

Sandra Kaufmann aus Urdorf war im Frauen-Team II am Start. Ihr Ziel war es, sich für die Einzel-SM zu qualifizieren. Voll motiviert zeigte die elegante Turnerin einen guten, fehlerfreien Wettkampf, erhielt aber eher strenge Noten. Vor allem für ihre guten Sprünge hätte sie mehr verdient. Sie musste bis zum Schluss zittern, ob es mit der Quali geklappt hat. Als ihr Name dann bei den Zürcherinnen aufgerufen wurde, flossen bei ihr die Freudentränen.

Die Urdorferin Nathalie Schneider startete in der Königsklasse K7 in der ersten Mannschaft. Die ausdrucksstarke Turnerin begann am Boden nicht ganz optimal und wusste, wenn sie den Finaleinzug schaffen möchte, müsste sie sich steigern. Das tat sie dann auch. Am Sprung zeigte sie zwei hervorragende Sprünge und erhielt eine 9.50. Somit war klar, auch sie darf am 17./18. November in Baar am SM-Final nochmals ihr ganzes Können zeigen.

Markovic mit Teilerfolg

Ana Maria Markovic musste an ihrer ersten SM-Teilnahme früh aufstehen. Sie startete im K5 Zürich-Team 2, welche am Sonntagmorgen früh ihren Wettkampf begannen. Leider konnte sie an den Schaukelringen nicht ihr ganzes Können abrufen. Die tiefe Note war auch an den anderen Geräten nicht mehr wettzumachen. Doch für die junge Turnerin war schon die Qualifikation für diese SM ein Riesenerfolg.

Marie Goodall und Timea Grossenbacher konnten sich für das K6 Zürich-Team 2 qualifizieren. Die gross gewachsene Marie Goodall zeigte zwei ausgezeichnete Sprünge, für welche sie eine 9.30 erhielt. Es hat sich gelohnt, die Übung an den Ringen noch umzustellen, denn mit der schwungvollen Darbietung konnte sie ebenfalls wertvolle Punkte sammeln. Die Finalteilnahme war somit gesichert. Die ausdrucksstarke Timea Grossenbacher zeigte am Reck eine schöne Übung. Leider turnte sie anschliessend am Boden ein bisschen verhalten, sodass sie zum Schluss an ihrem Paradegerät, den Schaukelringen, wichtige Punkte sammeln musste. Das machte sie dann auch, mit der hervorragenden Ringübung ebnete sie sich den Weg für die Finalqualifikation.

Enttäuschung bei Romanelli

Alessia Romanelli, Nora Bataillard (beide Weiningen) und Elena Orsi (Urdorf) starteten als beste Zürcherinnen im K5 in der ersten Mannschaft. Romanelli dominierte in Zürich die ganze Saison und hatte hohe Erwartungen. Nervöser als sonst konnte sie leider dem Druck nicht standhalten und konnte nicht ihr ganzes Können abrufen. Für sie war es eine Enttäuschung, dass sie sich nicht für den Final qualifizieren konnte. Nora Batailllard turnte einen ausgeglichenen Wettkampf, aber auch für sie war hier Endstation. Nun musste Elena Orsi die Ehre der Limmattalerinnen retten, denn das Ziel war es, in jeder Kategorie eine Turnerin am Start zu haben. Sie turnte wie immer sehr ruhig und ausgeglichen und liess sich keine Nervosität anmerken. Auch die strenge Note an den Ringen konnte sie gut wegstecken und holte dafür am Reck für ihre ausgezeichnete Übung eine 9.30. Somit konnte sie sich gleich an ihrer ersten SM-Teilnahme auch für den Final qualifizieren.

Silja Mohler (Weiningen) startete in der ersten Mannschaft im K6. Der Druck war gross, denn mit dieser Mannschaft hatte man hohe Erwartungen. Silja kassierte gleich zu Beginn an ihrem Paradegerät eine strenge Ringnote, Sie liess sich nicht aus der Fassung bringen, turnte an den andern Geräten sehr souverän und gewann mit dem Team Mannschafts-Gold. Als dann auch noch die Finalteilnahme feststand, strahlte sie mit den andern um die Wette.