Birmensdorf
Limmattaler präsidiert neu den europäischen Kleintierzüchter-Verband

Der Europaverband der Kleintierzüchter wird künftig von einem Limmattaler präsidiert: Der Birmensdorfer Gion Gross wurde am Samstag in Bern von den rund 200 Delegierten aus den 29 Mitgliedländern zum neuen Präsidenten gewählt.

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Dem Birmensdorfer Gion Gross liegt der Tierschutz am Herzen.

Dem Birmensdorfer Gion Gross liegt der Tierschutz am Herzen.

zvg

«Es ist ein schönes Amt und ich freue mich sehr über die Wahl», sagte Gross gestern auf Anfrage. Der 1938 gegründete Verband engagiert sich für die Vielfalt bei Kleintieren – als Beitrag zum europäischen Kulturgut.

«Für das Amt braucht es viel Erfahrung und Know-how», so Gross. Davon bringt der neue Präsident jede Menge mit, hatte er doch bereits 14 Jahre als Generalsekretär des europäischen Kleintierzüchter-Verbands und ebenfalls 14 Jahre als Präsident des Schweizer Verbands «Kleintiere Schweiz» geamtet.

Als Präsident des Europaverbands der Kleintierzüchter (Entente Européenne d’Aviculture et de Cuniculture) wird er künftig rund 2,5 Millionen Mitgliedern aus ganz Europa vorstehen. «Das könnte schon schwierig werden», so Gross, «zwischen Portugal und Russland gibt es jede Menge verschiedene Mentalitäten.» Zu den Aufgaben des neuen Präsidenten werden die Vereinheitlichung von Zuchtstandards, die Preisrichterschulung sowie die Arbeit mit der EU in den Bereichen Tiergesundheit, Seuchenschutz und Tierschutz gehören.

Persönlich liegt ihm vor allem der Tierschutz am Herzen. Er hofft, «vor allem im Osten, wo der tierschützerische Gedanke noch nicht so weit verbreitet ist», einen Gesinnungswechsel anschieben zu können. (rue)