Uitikon
Limmattaler Politiker sagen, was sie von Jacqueline Fehrs Legislaturstart-Feier halten

Die Limmattaler Exekutiven zeigen sich angetan vom Apéro zum Legislaturstart. Sie nutzen ihn zur Pflege des Netzwerks.

Alex Rudolf
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«Auch dass Fehr Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers betreiben würde, war im Vorfeld zu hören. Ich finde den Anlass aber schön, denn es ist gut, wenn sich Exekutivpolitiker des Bezirks untereinander kennenlernen», sagte der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP).
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Auch der Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) sah den Abend positiv: «Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Kanton läuft immer besser, wenn man miteinander spricht. An Abenden wie diesen kommt man miteinander ins Gespräch.»
Legislaturstart-Feier im Giardino Verde in Uitikon 13.06.2018
Der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) im Gespräch mit Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP).
So lachen neue Gemeindepräsidenten zweier Nachbargemeinden: Simon Wirth (FDP, Unterengstringen) und Mario Okle (parteilos, Weiningen).
Der neue Schlieremer Stadtrat Pascal Leuchtmann (SP) im Gespräch mit dem neuen Dietiker Stadtrat Lucas Neff (Grüne).
Präsidium an der Limmat mal vier: der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP), die Oetwiler Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP), der Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) und der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP).
Im Einsatz für Dietikon: Stadtrat Rolf Schären (CVP) und Stadtschreiberin Karin Hauser – natürlich mit dem Armbändel fürs Stadtfest Dietikon, das am 31. August startet.
Ohne sie geht nichts in der Exekutive: die Schlieremer Stadtschreiberin Ingrid Hieronymi und der Oetwiler Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini.
FDP-Parteikollegen: der Statthalter und Bezirksratspräsident Simon Hofmann (FDP) und der Dietiker Stadtrat Philipp Müller (FDP).
Gemeinderätin Barbara Puricelli (FDP, Birmensdorf), Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP, Winterthur), Gemeinderätin Gabriela Stampa (parteilos, Birmensdorf), Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP, Schlieren) und Gemeinderätin Susanne Bereuter (parteilos, Uitikon).
Die Geroldswiler Delegation: der neue Gemeindeschreiber Johannes Friess, Gemeinderat Peter Christen (FDP) und Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos).
Der Birmensdorfer Gemeindeschreiber Andreas Strahm im Gespräch mit den Birmensdorfer Gemeinderätinnen Gabriela Stampa (parteilos, links im Bild) und Annegret Grossen (FDP).
Drei Neue und ein Bisheriger: der Weininger Gemeinderat Heinz Brunner (Forum), die Weininger Schulpräsidentin Brigitte Schai (SVP), der Oberengstringer Gemeinderat Andreas Leupi (SVP) und der Aescher Gemeinde- und Kantonsrat Diego Bonato (SVP).
Angeregte Gespräche: die Weininger Schulpräsidentin Brigitte Schai (SVP, links im Bild) und der Weininger Gemeindepräsident Mario Okle (parteilos, rechts im Bild) im Gespräch mit dem Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP).
Das CVP-Duo aus den beiden kleineren Gemeinden: Janine Vannaz (CVP, Aesch) und Thomas Bernegger (CVP, Oetwil).
Gabriela Stampa (parteilos, Birmensdorf), Susanne Bereuter (parteilos, Uitikon) und Annegret Grossen (FDP, Birmensdorf).
Nachbarn: GLP-Stadtrat Andreas Kriesi aus Schlieren und SVP-Gemeinderat Markus Stähli aus Uitikon.
Aus Aesch, der kleinsten Limmattaler Gemeinde, kam eine besonders grosse Delegation: Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum), Gemeinderätin Janine Vannaz (CVP), Gemeindeschreiberin Suzana Sturzenegger, Gemeinde- und Kantonsrat Diego Bonato (SVP) und Gemeinderat Max Holliger (FDP).
Birmensdorfer Trio: Gemeinderat Paul Gähler (CVP), Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) und Gemeindeschreiber Andreas Strahm.
Drei Geroldswiler, ein Urdorfer: der neue Gemeindeschreiber Johannes Friess, Gemeinderat Peter Christen (FDP), Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) und Gemeinderat Adrian Stutz (SVP).
Der Name ihrer beiden Parteien vereint sie: der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum Aesch) und der Oberengstringer Gemeinderat Kurt Leuch (Forum Engstringen).
Der Kanton kam mit einigen Vertretern: Simon Hofmann (Statthalter und Bezirksratspräsident Bezirk Dietikon, FDP, links im Bild), Jürg Brändli (Ersatz-Bezirksrat, CVP), Claire-Lise Rüst (Ersatz-Bezirksrätin, Grüne), Arthur Helbling (Leiter des Gemeindeamts), Justizdirektorin Jacqueline Fehr, Karin Mele (Bereichsleiterin Logistik, Finanzen und Controlling beim kantonalen Gemeindeamt), Sabine Betschart (stv. Chefin Kommunikation der Justizdirektion) und Markus Wagner (Mitarbeiter der Abteilung Gemeindefinanzen des kantonalen Gemeindeamts).
Gemeinderat Markus Hoppler (CVP, Uitikon), Ersatz-Bezirksrat Jürg Brändli (CVP) und Statthalter und Bezirksratspräsident Simon Hofmann (FDP).
Die Oberengstringer Schulpräsident Elsbeth von Atzigen (parteilos) und die Birmensdorfer Gemeinderätin Annegret Grossen (FDP).
Auch drei neue Stadträte und die Ersatz-Bezirksrätin kamen hinauf in die Tropen von Uitikon: Lucas Neff (Grüne, Dietikon), Pascal Leuchtmann (SP, Schlieren), Claire-Lise Rüst (Grüne, Schlieren) und Reto Siegrist (CVP, Dietikon).
Der Geroldswiler Gemeindeschreiber Johannes Friess, der Urdorfer Gemeinderat Adrian Stutz (SVP), Markus Wagner (Mitarbeiter Abteilung Gemeindefinanzen beim kantonalen Gemeindeamt) und der Geroldswiler Gemeinderat Peter Christen (FDP).
Zwei Parteikollegen aus den beiden kleineren Gemeinden: Matthias Zehnder (FDP, Oetwil) und Max Holliger (FDP, Aesch).
Auf eine gute Zusammenarbeit der beiden Nachbarn: der Uitiker Gemeindepräsident Chris Linder (FDP), der Schlieremer Stadtrat Stefano Kunz (CVP) und der Uitiker Gemeinderat Daniel Schwendimann (FDP).
Der Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP) und der neue Unterengstringer Gemeinderat Urs Muntwyler (FDP).
Chris Linder hielt eine vierminütige Rede. Er bedankte sich bei der Regierungsrätin für den Anlass, den man sehr schätze.
Jacqueline Fehr hielt vor den rund 50 Behördenmitgliedern eine 25-minütige Rede.
Der Schlieremer Stadtrat Stefano Kunz (CVP) und Ersatz-Bezirksrat Jürg Brändli (CVP) lauschen gespannt Fehrs Worten.
Konzentrierte Zuhörer: der Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP), der Dietiker Stadtrat Rolf Schären (CVP) und der Schlieremer Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP).
Fehr sagte, sie sei sehr gerne auf ihrer Tournee, die insgesamt elf solche Legislaturstart-Feiern mit sich bringt.
Denn die Legislaturstart-Feiern hätten den erwünschten Effekt ...
... und vereinfachen die Zusammenarbeit. In diesem Sinne bot Fehr auch allen Behördenmitgliedern das Duzis an.
Für den Uitiker Gemeindepräsident Chris Linder (FDP) nahm Jacqueline Fehr zudem einen Schoggi-Leu mit.
Die Regierungsrätin bedankte sich auch dafür, dass sich die Behördenmitglieder für das Gemeinwesen einsetzen.
Justizdirektorin Jacqueline Fehr nahm auch Musik mit: Das Zürcher Blech-Trio spielte unter anderem den Sechseläuten-Marsch.

«Auch dass Fehr Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers betreiben würde, war im Vorfeld zu hören. Ich finde den Anlass aber schön, denn es ist gut, wenn sich Exekutivpolitiker des Bezirks untereinander kennenlernen», sagte der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP).

Fabio Baranzini

Wie die umtriebige Gastgeberin, die sie an diesem Abend ist, zirkuliert Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) durch den mit Limmattaler Behördenvertretern gefüllten Raum. Das Giardino Verde in Uitikon dient als Austragungsort der Feier zum Legislaturstart der Exekutiven des Bezirks Dietikon, die von Fehrs Justizdirektion ausgerichtet wird. Sie hält einen Schwatz hier, regt eine Diskussion an dort. Es sei ein interessanter Austausch mit den Limmattaler Behördenvertretern entstanden, sagt Fehr. «Neben Themen wie der Integration wurde auch der tiefe Frauenanteil in den Exekutiven an mich herangetragen», so Fehr weiter.

Im Vorfeld kritisierten vorwiegend rechte Politiker den Anlass, den Fehr in elf Zürcher Bezirken durchführt. Es handle sich um eine unnötige Feier auf Befehl, monierte etwa die SVP. «Auch dass Fehr Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers betreibe, war im Vorfeld zu hören», wie der Oberengstringer Gemeindepräsident und SVP-Kantonsrat André Bender sagt. «Ich finde den Anlass aber schön, denn es ist gut, wenn sich Exekutivpolitiker des Bezirks untereinander kennenlernen», so Bender weiter.

Gleich sieht dies auch Benders Parteikollege Roger Bachmann. Der designierte Dietiker Stadtpräsident fand den Anlass sehr interessant, da man sich im informellen Rahmen von einer anderen Seite kennenlerne. «Viele sagen, das Milizsystem sei ein Auslaufmodell. Heute Abend sieht man, dass dem nicht so ist», sagt Bachmann.

Ein sehr grüner Ort

So sieht dies auch Bachmanns neuer Stadtratskollege Lucas Neff (Grüne): «Solche Anlässe, an denen sich Führungsverantwortliche austauschen können, sind sehr wertvoll.» Zudem erfreue es ihn, dass man mit dem Giardino Verde einen sehr grünen Ort ausgewählt habe, fügt er schmunzelnd an.

Die Aescher Sozialvorsteherin Janine Vannaz (CVP) verweist darauf, dass es im Bezirk Dietikon zahlreiche Möglichkeiten für die jeweiligen Ressortvorstände gebe, sich zu treffen. So seien beispielsweise die Finanz-, Bau- oder Sozialvorsteher in engem Kontakt untereinander. «An diesem Anlass bietet sich aber die Möglichkeit, über den Tellerrand des eigenen Ressorts zu blicken und den eigenen Horizont zu erweitern», so Vannaz.

Auch der parteilose Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes findet lobende Worte für den Apéro. «Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Kanton läuft immer besser, wenn man miteinander spricht. An Abenden wie diesen kommt man miteinander ins Gespräch», so Deplazes. Zudem erhalte man auch Wertschätzung, was erfreulich sei.

Der designierte Birmensdorfer Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) befindet das Legislaturstart-Fest ebenfalls als wertvoll für den Erfahrungsaustausch unter den Behördenvertretern. «Es wäre sogar schön, wenn man ein solches Treffen alle Jahre machen würde», sagt er.

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