Kunstturnen
Limmattaler Kunstturnerinnen zeigen tolle Leistungen in Urdorf

Über 500 Kunstturnerinnen nahmen an den Kantonalen Kutu-Tagen in Urdorf teil. Während bei den kleinen Turnerinnen und Turnern noch der Spass im Vordergrund stand, ging es bei den Älteren richtig zur Sache.

Michel Sutter
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In der Urdorfer Zentrumshalle herrscht während zweier Tage Hochbetrieb.

In der Urdorfer Zentrumshalle herrscht während zweier Tage Hochbetrieb.

Michel Sutter

Die Sitzreihen auf der Tribüne der Zentrumshalle Urdorf sind trotz des sonnigen Wetters draussen komplett besetzt, die Leute stehen an den Eingängen, viele mit Videokameras ausgerüstet. Sie alle möchten die Wettkämpfe mitverfolgen. Dabei ist noch nicht mal die Elite am Werk, die kommt erst am Abend an die Reihe. Die Halle gehört der Kategorie EP, also den ganz kleinen Mädchen. Für sie ist der Wettkampf eine echte Herausforderung. Besonders am Balken müssen sie von ihren Trainerinnen hochgehoben werden, damit sie sich überhaupt festhalten können.

Doch nicht nur physisch, sondern auch mental haben es die Jüngsten schwer. «Sie haben in dem Alter Mühe, sich die Abläufe zu merken», erklärt Sandra Gautschi, die OK-Präsidentin der Zürcher Kantonalen Kutu-Tage. «Sie vergessen oft, was sie tun müssen, und das gibt dann Punkteabzug.»

Bei den Jungen steht Spass im Zentrum

Mit dabei sind auch die ganz jungen Turnerinnen der Kutu Urdorf, des organisierenden Turnvereins. Von den drei Turnerinnen, die am Boden um Punkte kämpfen, kann sich besonders Tabea Hug auszeichnen. Sie zeigt eine tolle Leistung und belegt am Ende den 3. Platz, ihre Mannschaftskollegin Aline Schöpfer kann sich mit dem 9. Rang ebenfalls in den Top Ten klassieren. Insgesamt holen von den sieben Urdorferinnen, die am Start sind, vier eine Auszeichnung.

Dass bei den 5- bis 7-jährigen Mädchen noch der Spass im Vordergrund steht, zeigt sich nach dem Wettkampf. Eben noch hoch konzentriert, grinsen einige der Turnerinnen beim obligaten Herausmarschieren aus der Halle verstohlen.

Erfolgreiche Limmattalerinnen

Später, als die Älteren an den Start gehen, geht es etwas ernster zur Sache. Das zeigt sich schon beim Einturnen: Die Riege aus Genf beginnt schon mit Übungen am Balken, bevor die offizielle Einturnzeit überhaupt begonnen hat. Die Hinweise des Speakers, die Geräte noch nicht zu benutzen, sind vergeblich. Allerdings wohl auch deshalb, weil sie ausschliesslich auf Deutsch und nicht auf Französisch durchgegeben werden.

In der Kategorie Open schneiden die Turnerinnen aus dem Limmattal besonders gut ab. Lisa Meili aus Urdorf belegt am Ende sogar den 2. Platz, Dunja Fässler von Kutu Weiningen schafft den 8. Rang. Erfolgreich sind sie auch in der Kategorie P5 mit dem 5. Rang der Urdorferin Valerie Maumenée. In der Kategorie P3 allerdings versagen Carina Aschwanden die Nerven. Sie wird nur 15. Dennoch ist Franziska Fischer, Cheftrainerin der Urdorferinnen, zufrieden: «Der Druck in diesem Alter ist grösser, daher finde ich es schon toll, wenn unsere Turnerinnen ihr Können abrufen.» Und von ihrem Können haben die Turnerinnen an diesem Wochenende einiges gezeigt – auch wenn es am Ende nicht immer auf das Podest gereicht hat.