Von besonderem Interesse bei jeder Abstimmung ist immer auch die Höhe der Beteiligung. Wir haben nachgefragt, wie viele Stimm- und Wahlzettel in den Gemeinden schon eingegangen sind. Nimmt man die Abstimmungen vom November 2016 zum Vergleich, hat sich die Zahl der abgegebenen Stimmen bis zum heutigen Zeitpunkt bereits leicht erhöht. Trotz eines Ausreissers ist daher im Bezirk Dietikon bei der Abstimmung am Sonntag insgesamt mit einer höheren Beteiligung zu rechnen.

Themen wie die Unternehmenssteuerreform III und auch die Statthalterwahl mit drei Kandidaten, über die seit Wochen berichtet wird, interessieren die Limmattaler offenbar sehr. Beispiel Dietikon: Laut Uwe Krzesinski, stellvertretender Stadtschreiber der Stadt Dietikon, sind bis Freitag 2300 Stimmrechtsausweise eingegangen, bei total zirka 12 500 Stimmberechtigten. Das sind 18,4 Prozent. «Bei der Abstimmung im November 2016 wurden bis zum selben Zeitpunkt rund 2000 Stimmkuverts abgegeben. Das könnte auf eine leicht höhere Stimmbeteiligung schliessen lassen», meint Krzesinski.

Schlieren: 198 Stimmen mehr

Auch in der Stadt Schlieren scheint die Stimmbeteiligungskurve zu steigen: Dort hatten bis gestern gemäss Daniele Palm von der Stadtkanzlei 1676 Personen ihr Stimmkuvert eingereicht. Beim letzten Mal waren es bis zum Montag vor der Abstimmung 1478 Stimmkuverts. Schlieren zählt insgesamt 8232 Stimmberechtigte. Im Laufe der Woche könnten aber noch mehr Bürger abstimmen. Es sei oft so, dass in der letzten Woche jeweils am meisten laufe, erklärt Palm.

Ein leichter Anstieg macht sich auch bei den kleineren Gemeinden bemerkbar: In Birmensdorf gingen bis zum 27. November 1057 Stimmzettel ein. Nun zählt die Gemeinde 1175 Stimmzettel, bei total rund 3940 Stimmberechtigten.

«In Urdorf zählen wir 1611 eingegangene Kuverts. Zur Stimmabgabe berechtigt sind 6029 Personen. Bei der letzten Abstimmung im November gingen 1454 Stimmen ein», sagt Martin Büchi, Verantwortlicher für Wahlen und Abstimmungen der Gemeindeverwaltung Urdorf. Eine Rolle könnte dabei auch spielen, dass die Urdorfer Reformierten über einen Baukredit abstimmen. Auch Geroldswil verzeichnet leicht mehr Stimmcouverts. Bisher zählt die Gemeinde 675 Stimmen. Im November waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 627 Stimmen, bei 2967 Stimmberechtigte insgesamt.

Oetwil zählt weniger Stimmen

Doch nicht jede Gemeinde stellt einen Anstieg der Stimmbeteiligung fest. In Oetwil beispielsweise sind erst 480 Stimmkuverts eingegangen. Im November 2016 haben noch 804 Oetwiler abgestimmt. Im Vergleich ist die jetzige Stimmbeteiligung mit 27,7 Prozent (vorher 46,8 Prozent) eher niedrig. Gemäss Einwohnerkontrolle zählt Oetwil 1731 Stimmberechtigte.