In Feierlaune

Limmattaler Fasnächtler plagen Kopfschmerzen und Magenbrennen

Feiern, bis der Schädel brummt: Nach der Fasnacht braucht der eine oder die andere ein Schmerzmittel. SAR

Feiern, bis der Schädel brummt: Nach der Fasnacht braucht der eine oder die andere ein Schmerzmittel. SAR

An der Fasnacht schaut manch einer mal zu tief ins Glas: Vor lauter Feierlust haben die Urdorfer Magenbrennen oder Kopfschmerzen – und die Dietiker sind erkältet. Das merken auch einige Limmattaler Apotheken und Drogerien.

Haufenweise Konfetti wirbeln durch die Luft und ausgelassene Narren schwingen zu Guggenmusik das Tanzbein. An der Fasnacht geht es bunt zu und her und manch einer schaut zu tief ins Glas. Das hat Folgen: Am nächsten Morgen schmerzt der Kopf, die Feierwütigen fühlen sich schlapp und ausgelaugt.

Wieder fit durch Vitaminpräparate

Vergangenes Wochenende feierten wohl auch an der Urdorfer Fasnacht einige Dorfbewohner zu viel. Die Nachwirkungen spürt die Urdorfer Drogerie Bauer. «Zur Fasnachtszeit sind bei uns Schmerzmittel und Mittel gegen Magenbrennen immer sehr gefragt», sagt die Drogistin Jacqueline Hirt. Multivitaminpräparate würden zurzeit ebenfalls sehr gut verkauft.

Auch in der Apotheke Löwen in Dietikon gibt es bestimmte Produkte, die zurzeit besonders oft gebraucht werden. «Wir verkaufen mehr Erkältungspräparate und Mittel gegen Halsweh und Heiserkeit als sonst», sagt der Apotheker Thomas Dössegger. Ob das mit der Fasnacht oder mit der anhaltenden Grippewelle zusammenhänge, sei aber schwer zu sagen.

Von Fasnächtlern ganz verschont bleibt hingegen die Amavita-Apotheke in Oberengstringen, und auch die Apotheke André Rochat in Geroldswil weiss nichts von Besuchen der verkaterten Narren.

Die Drogerie Locher bemerkt ebenfalls keine Veränderung der verkauften Artikel zur Fasnachtszeit – weder in Schlieren noch in Dietikon. «Die Fasnacht ist nicht mehr so verbreitet wie früher», erklärt die Drogistin Jeanine Zulauf. Auch die bunte Fasnachtsschminke, die die Apotheke noch immer zum Kauf anbiete, sei weniger gefragt als auch schon.

Beatrice Ammann von der Apotheke Drogerie in Birmensdorf muss zwar schmunzeln bei der Vorstellung, dass Fasnächtler aufgrund ihres brummenden Schädels vermehrt die Apotheke aufsuchen, sagt aber: «Es ist zu uns noch niemand gekommen, der sich explizit als Fasnächtler mit Kopfschmerzen ausgegeben hätte.»

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