Limmattalbahn
Limmattalbahn: Zahl der Velospuren wird mehr als verdoppelt

Freie Fahrt für Velofahrer: Auf rund 85 Prozent der geplanten Strecke der Limmattalbahn sollen Velospuren markiert werden. Aktuell verfügt erst ein Drittel der Strecke über Fahrstreifen für die Zweiräder.

Sandro Zimmerli
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Die Strecke der Limmattalbahn (hier die geplante Haltestelle Bahnhof Dietikon) soll mit Velostreifen ausgestattet werden.

Die Strecke der Limmattalbahn (hier die geplante Haltestelle Bahnhof Dietikon) soll mit Velostreifen ausgestattet werden.

Zur Verfügung gestellt

Gleichzeitig mit der Realisierung der Limmattalbahn soll auch das Angebot für Velofahrer ausgebaut werden. Aktuell sind auf rund einem Drittel der geplanten Strecke Velospuren auf den Strassen vorhanden. Diese Zahl soll auf 85 Prozent erhöht werden, wie die Limmattalbahn AG mitteilt.

«Weil es für die Limmattalbahn auf fast allen Strassen bauliche Massnahmen braucht, ist es gleichzeitig auch möglich, neue Velospuren zu realisieren», sagt Julie Stucki, Leiterin Kommunikation der Limmattalbahn AG. Das Ziel sei ein möglichst durchgehendes, gut und sicher befahrbares Angebot. Dafür seien zum grössten Teil Velostreifen von 1,5 Meter Breite am Rand der Fahrbahn geplant. «An gewissen Orten ist es jedoch nicht möglich, Velospuren auf den Strassen zu markieren», so Stucki.

Kreuzungen werden überprüft

Vor und auf dem Schlieremer Stadtplatz habe es zu wenig Platz für Velostreifen, sagt Stucki. Auch im Kreisel beim Stadtplatz seien keine Velospuren geplant. «Durch Velostreifen würde die Fahrbahn im Kreisel zu breit, was Autofahrer zum Beschleunigen verleiten könnte. Für Velofahrer wäre dies gefährlich», hält Stucki fest.

Auch im Dietiker Zentrum sind Velostreifen nicht überall realisierbar. «Vom Kirchplatz bis zur Reppischbrücke hat es ebenfalls zu wenig Platz», so Stucki. In der Luberzen in Urdorf seien keine Velospuren geplant, weil diese Strecke nicht so stark befahren sei. «Uns ist es wichtig, dass sich die geplanten Velostreifen in das bereits bestehende Velonetz der einzelnen Gemeinden einordnen», so Stucki.

Nebst der Realisierung neuer Velostreifen will die Limmattalbahn AG auch sämtliche Kreuzungen im Hinblick auf den Veloverkehr überprüfen. Velofahrer sollen diese sicher queren und beispielsweise bei Lichtsignalen den Rückstau überholen können.

Mehr Veloabstellplätze geplant

Auch hinsichtlich der Abstellmöglichkeiten soll sich die Situation für die Velofahrer verbessern. So sind bei ausgewählten Haltestellen, mehrheitlich bei Bahnhöfen und wichtigen Umsteigepunkten, neue Bike-and-Ride-Anlagen geplant. Wo welche Abstellplätze sinnvoll sind, klärt die Limmattalbahn AG im laufenden Bauprojekt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ab.