Dass im Foyer des Dietiker Stadthauses einem Limmattalbahn-Infostand in Form einer Tramhaltestelle Platz gemacht wurde, hat beim DP-Gemeinderat Martin Müller den Verdacht auf Behördenpropaganda geweckt (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Er richtete deshalb eine kleine Anfrage an den Stadtrat, in der er wissen wollte, ob dieser Stand aus Steuermitteln finanziert sei – und ob auch das Referendumskomitee die Möglichkeit habe, im Stadthaus «Propagandamaterial anzubieten».

Der Stadtrat schreibt in seiner Antwort nun, was die Limmattalbahn AG bereits bestätigt hatte: Den Stand hat die AG erstellt und finanziert. «Der Stadt entstehen keine Kosten, weder für Miete noch für Auf- oder Abbau», schreibt er. Steuermittel kommen höchstens insofern ins Spiel, als dass die AG von den Kantonen Zürich und Aargau gegründet und mit der Planung der Limmattalbahn-Infrastruktur beauftragt wurde. Mit dem Stand würden vor der Abstimmung vom 22. November «wichtige Eckdaten zum Projekt vermittelt». Und: Auch die Gegner hätten «auf Anfrage die Möglichkeit, Informationsmaterial zum Projekt beim Stand der Limmattalbahn im Foyer des Stadthauses aufzulegen».

Den Stand gibt es übrigens bereits seit 2012, seither zieht er als Teil einer Wanderausstellung im Limmattal umher. Auch im Dietiker Stadthaus sei die Haltestelle «schon früher für einige Wochen platziert» gewesen, so der Stadtrat.(rue)