Limmattal
Gummiböötler weiterhin auf dem Trockenen: Kantonspolizei will Limmat noch nicht freigeben

Das auf dem Fluss geltende Böötli- und Schwimmverbot wird bis auf weiteres nicht aufgehoben. Am Freitag will die Kantonspolizei die Situation neu beurteilen.

Lukas Elser
Drucken
Teilen
Noch ist nix mit Baden und Böötlen: Gummiböötler im letzten Sommer auf der Limmat zwischen Schlieren und Unterengstringen.

Noch ist nix mit Baden und Böötlen: Gummiböötler im letzten Sommer auf der Limmat zwischen Schlieren und Unterengstringen.

Keystone

Mittlerweile ist es wieder ziemlich heiss und die Versuchung gross, Gummiböötli und Schwimmringe aufzublasen und die Limmat runterzufahren. Doch dieses Vorhaben können sich die Badetouristen abschminken. Noch führt der Fluss äusserst viel Wasser.

Gemäss kantonaler Messstation Unterhard bei der Wipkingerbrücke in Zürich liegt die Durchflussmenge der Limmat am Dienstagmorgen bei 303 Kubikmeter pro Sekunde. Zum Vergleich: Das Monatsmittel im Juni lag bei 137 Kubikmeter pro Sekunde. Und bereits ab 100 Kubikmeter pro Sekunde raten offizielle Stellen von einem Gummibootausflug ab.

Es ist unklar, wann das Verbot fällt

Noch besteht auf der Limmat deshalb ein striktes Böötli- und Schwimmverbot. Wann es wieder aufgehoben wird, entscheidet die Polizei zusammen mit anderen Behörden. Beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) heisst es: «Wann sich der Pegel wieder normalisiert haben wird, lässt sich nicht genau prognostizieren», wie Mediensprecher Wolfgang Bollack auf Anfrage sagt.

Solange der Zürichsee noch nicht auf den Normalpegel zurückgekehrt sei, werde auch noch viel Wasser in die Limmat gelangen. Auch hänge der Wasserstand von der weiteren Wetterentwicklung ab, und diese lasse sich auf längere Sicht nicht exakt voraussagen. Sein Fazit:

«Die Limmat wird noch länger sehr viel Wasser bringen.»

Auch die Kantonspolizei will keine Prognosen wagen: «Vorläufig wird das Verbot nicht aufgehoben, es bleibt bis auf weiteres bestehen», sagt Pressesprecherin Carmen Surber. Am Freitag werde die Situation neu beurteilt, sagt Surber. Eine Aufhebung des Verbots hänge allerdings von diversen Faktoren ab.

Die Wetterprognosen sehen derweil nicht sehr positiv aus: Fürs kommende Wochenende ist bereits wieder ein Gewitter angesagt.