Verschmelzung

Limmatstadt AG und Standortförderung Limmattal planen Zusammenschluss per 2019

Bruno Hofer, Geschäftsleiter der Standortförderung Limmattal und Jasmina Ritz, Geschäftsleiterin der Limmatstadt AG.

Bruno Hofer, Geschäftsleiter der Standortförderung Limmattal und Jasmina Ritz, Geschäftsleiterin der Limmatstadt AG.

Gemeinsame Stärken nutzen und das Limmattal kantonsübergreifend fördern: Das ist das Ziel der geplanten Verschmelzung von Standortförderung Limmattal und Limmatstadt AG.

Die Standortförderung Limmattal (SFL) hat ihre bisherige Strategie überprüft. Und ist zum Schluss gekommen, dass sie per 2019 mit der Limmatstadt AG verschmelzen soll. Dies biete den grösstmöglichen Mehrwert für die heutigen SFL-Mitglieder, da so die gemeinsamen Stärken vereint werden könnten und die Standortförderung künftig schlagkräftig aus einer Hand getätigt werden könnte.

Dieses Fazit spurte in mehreren Workshops eine Gruppe vor, an der neben der SFL und der Limmatstadt AG unter anderem die Regionale Projektschau Limmattal, die Zürcher Planungsgruppe Limmattal, der Kanton Zürich, der Gewerbeverband Limmattal sowie weitere Wirtschaftsverbände und Vertreter der Gemeinden beteiligt waren. Den Beschluss, das Zusammengehen von SFL und Limmatstadt AG anzupeilen, fasste letztlich der SFL-Vorstand. Definitiv über die Verschmelzung befinden wird am 30. Oktober die Generalversammlung, indem sie darüber abstimmt, den Verein SFL aufzulösen.

Die Überprüfung der bisherigen Strategie – am Prozess wirkte auch die Universität St. Gallen mit – sowie die Pläne zur Verschmelzung der SFL mit der Limmatstadt AG stellte Patrick Müller, Leiter Stab und Standortförderer der Gemeinde Urdorf und beratendes Mitglied des SFL-Vorstands, an der SFL-Generalversammlung am Dienstagabend im Restaurant Heitersberg in Spreitenbach vor.

Vom See bis zum Wasserschloss

Es war sinnbildlich, dass die Versammlung im Aargauer Nachbarort von Dietikon stattfand. Denn die Limmatstadt AG mit Sitz an der Hardturmstrasse in Zürich wird ihre Arbeit im Gegensatz zur SFL nicht auf den Bezirk Dietikon beschränken. Der räumliche Perimeter der Standortförderung unter der Limmatstadt AG soll sich vom Zürcher Bellevue bis zum Wasserschloss bei Turgi erstrecken, wo die Limmat in die Aare fliesst. Der Slogan der Limmatstadt AG lautet bekanntlich: «Von Baden bis Zürich.»

Neben den Städten Dietikon und Schlieren sowie der Gemeinde Urdorf sind heute die Gemeinden Oberengstringen, Geroldswil, Weiningen, Uitikon und Oetwil Mitglieder der SFL. Sie bezahlen pro Einwohner Fr. 1.20 und pro Arbeitsplatz in der Gemeinde 80 Rappen, um die Arbeit der Standortförderung zu finanzieren. Neben den Gemeinden sind zahlreiche Unternehmen und Einzelpersonen in der Standortförderung mit dabei, die ebenfalls Beiträge leisten. Die Gemeinde Unterengstringen ist hingegen 2017 ausgetreten. Zu den ehemaligen Mitgliedern gehören auch Birmensdorf und Bergdietikon. Noch nie mit dabei war die Gemeinde Aesch.

Die bisherigen fixen Beiträge an die SFL pro Einwohner und Arbeitsplatz werden künftig entfallen. Geplant ist stattdessen, dass die Gemeinden nach Bedarf Leistungsvereinbarungen mit der Limmatstadt AG abschliessen. Entsprechende Leistungsangebote für Private bestehen bereits. Jene für Gemeinden wurden nun ausgearbeitet und werden ihnen in nächster Zeit genauer vorgestellt.

Geld für den Abstimmungskampf

Bis zum Zusammenschluss mit der Limmatstadt AG bleibt die SFL nicht untätig. Wie SFL-Geschäftsleiter Bruno Hofer an der Generalversammlung am Dienstagabend bekannt gab, beabsichtigt der Vorstand, sich mit einem Beitrag aus der Kasse der Standortförderung in den Kampf um die zweite Abstimmung über die Limmattalbahn im Herbst einzuschalten. «Die Limmattalbahn ist für die Entwicklung von grösster Bedeutung», hielt Hofer fest.

An der Generalversammlung mit dabei war auch die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP), die sich für das Engagement der Limmattaler Standortförderer bedankte.

Ein Rückblick auf die Geschichte

Zudem gab es das 10-Jahr-Jubiläum zu feiern. Denn nachdem die SFL 2007 gegründet wurde, nahm sie per 2008 ihre operative Arbeit auf. Der Dietiker Stadtpräsident Otto Müller (FDP) liess die Geschichte Revue passieren, war er doch der allererste SFL-Präsident. Heute hat der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) dieses Amt inne. Müller erinnerte beispielsweise daran, dass 2010 zusammen mit dem Werber Frank Bodin der Standortförderungs-Slogan «Wo die Zukunft zuhause ist» erschaffen wurde.

Die Limmatstadt AG ist etwas jünger. Sie wurde 2014 auf Initiative der Halter AG gegründet, die ihren Sitz ebenfalls an der Zürcher Hardturmstrasse hat.

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