Wasserkraft
Limmatkraftwerk Dietikon soll Strom für 4500 Haushalte liefern

Das EKZ-Wasserkraftwerk in Dietikon soll spätestens ab 2019 mehr Energie liefern. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben beim Kanton die ersten Unterlagen für eine neue Konzession eingereicht

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Das EKZ-Kraftwerk in Dietikon.

Das EKZ-Kraftwerk in Dietikon.

AZ

Heute produziert das Limmatkraftwerk pro Jahr 17,3 Millionen Kilowattstunden Strom, genug für rund 3800 Haushalte. Künftig sollen es 20 Millionen Kilowattstunden sein. Damit können fast 4500 Haushalte versorgt werden.

Erreichen wollen die EKZ dies mit der Erneuerung der bestehenden Kraftwerksanlagen sowie dem Bau eines mehrheitlich unterirdischen zusätzlichen Dotierwasserkraftwerks beim Wehr, welches das Restwasser energetisch nutzt. Sie rechnen mit Kosten von 29 Millionen Franken, einschliesslich der ökologischen Vorhaben.

Im Hinblick auf eine neue Konzession verpflichten sich die EKZ nämlich zu ökologischen Ersatzmassnahmen. Unter anderem sollen neue Auf- und Abstiegshilfen für Fische erstellt und die Restwassermengen erhöht werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Eine Aufwertung der Reppisch-Mündung und die Umgestaltung der EKZ-Nordinsel zur Aueninsel ergänzen die bestehenden Geroldswiler Auen, so die Mitteilung.

Zweistufiges Verfahren

Die Konzessionserneuerung erfolgt in einer zweistufigen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Dazu gehören sowohl technische als auch umweltrelevante Aspekte. Bei den von den EKZ nun eingereichten Unterlagen geht es um die erste Stufe des Bewilligungsverfahrens, wie es in der Mitteilung heisst.

Verschiedene kantonale und eidgenössische Stellen überprüfen nun, ob das EKZ-Gesuch bewilligungsfähig ist. Wenn Ja erfolgt dessen öffentliche Auflage. Damit haben auch aussenstehende Organisationen Gelegenheit, Einsicht zu nehmen und sich zu äussern.

In der zweiten Verfahrensstufe geht es um die Detailplanung und die Bewilligung der einzelnen Bauvorhaben, wie die EKZ schreiben. In dieser Phase soll eine Begleitgruppe mit Vertretern von Bevölkerung, Verbänden und Behörden mitwirken.