Die Delegierten der Trägergemeinden der interkommunalen Anstalt Limeco, die in Dietikon die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) betreibt, haben den Verwaltungsrat für die neue Amtsperiode gewählt. Die grösste Neuerung ist die Aufstockung von fünf auf sieben Mitglieder. Dies erlaube es, neben den politischen Kriterien weitere Fachkompetenzen in das Gremium einzubringen, teilte die Limeco gestern Donnerstag mit.

Präsidiert wird der Verwaltungsrat weiterhin von Stefano Kunz (CVP), Bau- und Planungsvorsteher im Stadtrat von Schlieren. Vizepräsident bleibt Marcel Balmer (SVP), Finanzvorsteher im Gemeinderat Unterengstringen. Weiteres bisheriges Verwaltungsratsmitglied ist Wilfried Werffeli (alt SVP-Gemeinderat aus Weiningen).

Aarauer Regionalwerk neu dabei

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Anton Kiwic (SP), Hochbauvorsteher im Dietiker Stadtrat, der Weininger alt FDP-Gemeinderat Hans-Peter Stöckl und der Schlieremer Architekt Karl Viridén (parteilos). Ebenfalls neuer Verwaltungsrat ist Hans-Kaspar Scherrer. Er ist CEO der Eniwa, einem Regionalwerk beziehungsweise Energiedienstleistungsunternehem aus dem Raum Aarau. Fazit: Im Verwaltungsrat sitzen jetzt zwei Schlieremer und zwei Weininger sowie je eine Person aus Dietikon, Unterengstringen und Aarau.

«Gerüstet für die Weiterentwicklung»

Die Wahl des neuen Limeco-Verwaltungsrats fand am 14. September statt. Am 18. September hat sich dann der neue Verwaltungsrat konstitutiert. Der Verwaltungsrat sei nun
bestens für die strategische Weiterentwicklung der Limeco in ihrem komplexen Umfeld gerüstet, heisst es in der Pressemitteilung weiter.

Nicht mehr im Verwaltungsrat dabei sind jetzt Dominik Strub, alt FDP-Gemeinderat aus Geroldswil, und der Dietiker alt Stadtpräsident Otto Müller (FDP). Müller hatte 2017 den Sitz von Jean-Pierre Balbiani (Dietiker Stadtrat, SVP) übernommen, nachdem dieser aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte. Balbiani war bis dahin Verwaltungsratspräsident, neu übernahm damals Stefano Kunz das Präsidium.

Auch das Kontrollorgan erneuert

Bereits im Juli gab es im Kontrollorgan der Limeco zahlreiche Wechsel. In das Kontrollorgan, das mitunter für die Wahl des Verwaltungsrats zuständig ist, entsendet jede Trägergemeinde einen Delegierten; die Städte Dietikon und Schlieren entsenden zwei Delegierte.

Urdorf erhält wichtigeren Sitz

Das Kontrollorgan präsidiert weiterhin René Beck (CVP), Bau-, Werk- und Strassenvorstand im Gemeinderat von Oberengstringen. Bisheriges Mitglied und neu Vizepräsident ist Urs Rimensberger (parteilos), Werk-, Ver- und Entsorgungsvorsteher im Urdorfer Gemeinderat. Der Dietiker Stadtrat ist mit Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) und Infrastrukturvorstand Lucas Neff (Grüne) vertreten, der Schlieremer Stadtrat mit Sicherheits- und Gesundheitsvorsteher Pascal Leuchtmann (SP) und Werk- und Versorgungsvorsteher Andreas Kriesi (GLP). Markus Nydegger (SVP, Tiefbau- und Werkvorsteher) vertritt Unterengstringen, Andreas Gabi (FDP) vertritt Geroldswil. Für Oetwil sitzt Bauvorstand Roland Hagenbucher (SVP) im Kontrollorgan.

Wichtige Projekte stehen an

Die Limeco wurde 1959 gegründet. Neben der KVA in Dietikon betreibt sie auch die Abwasserreinigungsanlage in Dietikon. Derzeit plant die Limeco einen KVA-Neubau. Vor diesem Hintergrund genehmigte das Volk der Trägergemeinden im vergangenen Juni einen Landkauf für 90 Millionen Franken. Von den Behörden der Trägergemeinden hatte sich damals einzig der Urdorfer Gemeinderat gegen den Landkauf ausgesprochen.

Ein weiteres Grossprojekt, das die Limeco derzeit beschäftigt, ist der Ausbau der KVA-Regiowärme in mehreren Limmattaler Gemeinden, nämlich Dietikon, Spreitenbach, Oetwil, Geroldswil, Weiningen, Unterengstringen und Oberengstringen.

Blick auf das Coop-Verteilzentrum: Dieses Land hat die Limeco für 90 Millionen Franken gekauft, nachdem das Volk der Trägergemeinden Ja sagte dazu.

Blick auf das Coop-Verteilzentrum: Dieses Land hat die Limeco für 90 Millionen Franken gekauft, nachdem das Volk der Trägergemeinden Ja sagte dazu.