Bin Laden

Liebt Jesus auch den Terrorfürsten Osama Bin Laden?

Das Schaufenster der Freikirche «BewegungPlus Dietikon» an der Bremgartnerstrasse ist zum Dorfgespräch geworden – es zeigt die Porträts von Jesus und Terrorfürst Bin Laden.

«Liebte Jesus Osama Bin Laden? JA!» steht auf dem Schild zwischen den Porträts des getöteten Terroristenführers Osama Bin Laden und Jesus. Dazu gibt es gleich noch die entsprechende Erklärung aus der Bibel. Passanten bleiben stehen und betrachten das Schaufenster der Freikirche «BewegungPlus Dietikon» an der Bremgartnerstrasse mit fragendem Blick. Der provokante Vergleich ist zum Dorfgespräch geworden.

Jubel um die Hinrichtung Osamas

Philipp Erne, Pastor von «BewegungPlus Dietikon», erklärt, was es damit auf sich hat: «Entstanden ist die Idee aus einer Diskussion. Besorgt haben wir beobachtet, wie die Welt darüber jubelt, dass ein Mensch ohne gerichtliches Urteil oder öffentlichen Prozess hingerichtet wurde.»

Dies widerspreche dem Evangelium und dem, was er glaube, sagt Erne. «Darauf wollen wir mit dieser Aktion aufmerksam machen, denn Gott liebt alle Menschen, egal, was sie getan haben. Denn wir alle verdienen eine faire Behandlung.»

Bin Laden war kein Staatsmann

Die Legitimation der Hinrichtung Osamas vermutet Erne im Umstand, dass Bin Laden kein Staatsmann gewesen sei. «Wäre er einer gewesen, wäre eine solche Hinrichtung aus wirtschaftlichen und politischen Gründen niemals möglich gewesen.» Auch Erne ist aufgefallen, dass die vorbeigehenden Passanten stehen bleiben und sich dafür interessieren. Ihn würde wundernehmen, wie diese Leute darüber denken. Die ungewöhnliche Gestaltung des Schaufensters der Dietiker Freikirche – sie zählt rund 80 Mitglieder und ist eine von 34 Lokalgemeinden des Verbandes «BewegungPlus Schweiz» – bleibe nur noch für kurze Zeit, dann soll der Frühling einziehen, so Erne.

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