Videos verschicken, Netflix schauen, aber auch Konferenzgespräche über Skype halten, diese Dinge sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und beanspruchen gleichzeitig die Internetverbindung zunehmend. Um der Nachfrage nach Leistung im Internet nachzukommen, werden die bestehenden Kupferleitungen durch deutlich schnellere Glasfaserleitungen ersetzt.

Damit die Stadt Schlieren von den schnelleren Leitungen profitieren kann, soll sie künftig über ein Glasfasernetz zusammen geschlossen werden. Dafür beantragte der Stadtrat einen Kredit von 2,2 Millionen Franken beim Gemeinderat.

Auch der Lehrplan 21 stellt insbesondere an die Medien und die Informatik hohe Anforderungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollen unter anderem die Schlieremer Schulhäuser künftig mit Glasfaser erschlossen werden.

Wird der Kredit bewilligt, sollen im 2. Quartal des nächsten Jahres die Schulanlagen Kalktarren und Hofacker und danach das Stadthaus an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Im Jahr 2020 werden schliesslich die Schulanlagen Schulstrasse, Grabenstrasse und Zelgli sowie die Stadtbibliothek, Pflegewohnung Giardino und das Alterszentrum Bachstrasse sowie Mühleacker folgen.

Der Sennhof direkt neben dem Stadthaus – dem neuen Standort der Stadtpolizei – wurde bereits Ende des letzten Monats angeschlossen. Auch die Schulanlage Reitmen ist schon auf dem neusten Stand der elektronischen Vernetzung.

Datentransfer in hoher Qualität

Auch die Verwaltung braucht schnelle Internetverbindungen: «Die Verwaltungsbereiche, insbesondere das Stadthaus, sind auf eine hohe Verfügbarkeit der elektronischen Dienstleitungen angewiesen, damit der Verwaltungsbetrieb reibungslos gewährleistet werden kann», schreibt die Stadt im Antrag. Überdies müsse der Datentransfer in hoher Qualität und ohne Unterbrüche erfolgen.

Im Unterschied zu den bisher verwendeten Kupferleitungen kann die Glasfaser-Technologie eine x-fach höhere Datenübertragung sicherstellen», schreibt die Stadt. So würden mit den entsprechenden aktiven Komponenten Bandbreiten von 1 Gbit/s bis 40 Gbit/s über Streckenlängen von mehreren Kilometern problemlos zu bewältigen sein.

«Wir erwarten, dass wir durch den Anschluss ans Glasfasernetz ein stabileres und leistungsfähigeres Netz haben werden und somit auch die Kosten der Mietleitungen reduzieren können», sagt Manuela Stiefel, Ressortvorsteherin Finanzen und Liegenschaften (FDP).

Leitungen sollen 30 Jahre halten

Die Nutzungsdauer der Glasfaserkabel wird heute, laut dem Antrag, auf 30 Jahre geschätzt. Die Voraussetzung ist dabei aber, dass die Kabel sachgemäss verlegt werden, wie es weiter heisst.

Die Stadt Schlieren wird das Leitungsnetz selber erstellen. Damit erhöhen sich die jährlichen Betriebskosten um 322 028 Franken.