Statthalter-Freistellung
Leimgrübler äussert sich noch nicht zum Vorwurf der Begünstigung

Adrian Leimgrübler wurde als Statthalter und Bezirksratspräsident Dietikons freigestellt. Gegen den FDP-Politiker läuft ein Strafverfahren, die kantonale Justizdirektion als Arbeitgeberin hat zudem eine aufsichtsrechtliche Untersuchung eingeleitet.

Tobias Hänni
Drucken
Teilen
Arbeitete als Statthalter und Bezirksratspräsident im Hintergrund: Adrian Leimgrübler 2013 im Bezirksgebäude Dietikon.

Arbeitete als Statthalter und Bezirksratspräsident im Hintergrund: Adrian Leimgrübler 2013 im Bezirksgebäude Dietikon.

Chris Iseli/ AZ

Die Vorwürfe gegen den 55-Jährigen lauten auf Begünstigung und Rechtspflegedelikte. Zum Verfahren wollte Leimgrübler heute auf Nachfrage «keine weitere Auskunft geben». Er wolle zunächst mit seinem Anwalt über die Kommunikation Rücksprache halten. Am Tag nach der Hausdurchsuchung im Dietiker Bezirksgebäude durch die Staatsanwaltschaft hatte Leimgrübler am Freitag gesagt, die Vorwürfe gegen ihn seien von zwei Mitarbeiterinnen erhoben worden und «an den Haaren herbeigezogen.

Für Ombudsmann Thomas Faesi war an den Vorwürfen allerdings genug dran, um sie von den Ermittlungsbehörden vertieft abklären zu lassen. Auf Nachfrage schreibt Faesi, dass die Ombudsstelle bei Sachverhalten wie dem Vorliegenden prüfe, ob «ein genügender Anfangsverdacht vorliegt». Er habe die Frage in diesem Fall positiv beantwortet und die zuständige Staatsanwaltschaft und Direktion verständigt. «Ob und inwieweit sich der Verdacht erhärtet, wird selbstverständlich erst nach deren Ermittlungen feststehen», so Faesi weiter.

Bis zum Abschluss der Strafuntersuchung und des von der Justizdirektion in Auftrag gegebenen Berichts über Leimgrüblers Amtsführung gilt die Unschuldsvermutung. Bis dahin bleibt Leimgrübler aber auch von seinen Ämtern freigestellt.

Mehr dazu in der morgigen Ausgabe der Limmattaler Zeitung.