Limmattal
Leichte Abnahme der Arbeitslosenquote im Bezirk Dietikon

Gegenüber dem Vormonat hat sich die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozenpunkte leicht reduziert. Im April waren insgesamt 1850 Personen ohne Arbeit. Einen Zuwachs an Anmeldungen verzeichnet das RAV im Finanzsektor.

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Insgesamt waren im April 1850 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 77 Personen weniger als im März.

Insgesamt waren im April 1850 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 77 Personen weniger als im März.

Keystone

Gegenüber dem Vormonat hat sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk Dietikon im April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent leicht reduziert, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit und das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Dietikon gestern mitteilten. Insgesamt waren im April 1850 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 77 Personen weniger als im März.

Im kantonalen Vergleich liegt der Bezirk damit immer noch über dem Durchschnitt. Im Kanton Zürich bleibt die Quote mit knapp 25 000 Arbeitslosen unverändert bei 3,2 Prozent. Damit liegt sie um 0,1 Prozentpunkte über dem Schweizer Durchschnitt.

Mehr Arbeitslose im Bankensektor

Einen Zuwachs an Anmeldungen verzeichnete das RAV Dietikon bei Personen aus dem Finanzsektor. Darunter befänden sich sowohl gut ausgebildete Fachkräfte und ehemalige Kadermitarbeitende wie auch langjährige Mitarbeitende mit wenig oder keinen Weiterbildungen.

Im kaufmännischen Bereich sei eine Zunahme von Teilzeitstellen zu beobachten, die mit weniger Vakanzen im Vollzeitbereich einhergehe. Der Detailhandel gehe bei der Rekrutierung von neuem Personal aufgrund von Umsatzeinbussen vorsichtig vor.

Auch in der Baubranche sieht die Situation zurzeit nicht rosig aus. «Der Arbeitsmarkt für Berufe auf dem Bau ist für diese Jahreszeit zu ruhig», schreibt das RAV. Die Vermittlung von Hilfskräften gestalte sich schwierig, da für die wenigen Stellen hauptsächlich Arbeiter mit Berufsabschluss gesucht würden. Eine Änderung der Situation sei zurzeit nicht absehbar.
Fachkräfte würden auch in der Industrie weiterhin gesucht. Die Vermittlung von Hilfskräften, auch solche mit sehr guten Erfahrungen, gestalte sich hingegen als schwierig.

Der Gastronomiesektor leide unter dem langen Winter, schreibt das RAV Dietikon weiter. Zurzeit würden hauptsächlich Teilzeitstellen auf Stundenbasis angeboten. Neue Vollzeitstellen für die Eröffnung des Terrassengeschäfts wurden aufgrund des Wetters erst wenige gemeldet.

Mehr Personen aus dem EU-Raum

Weiter seien im Limmattal auch die Folgen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa spürbar. Das RAV Dietikon verzeichnete eine Zunahme von Bewerbern aus dem südeuropäischen Raum. Vor allem Personen aus Spanien und Portugal würden sich zurzeit zur Stellensuche anmelden. Diese Gruppe werde im Rahmen der Vereinbarungen mit der EU beraten.