Limmattal
Leere Gartencenter – Kunden lassen lieber Profis ran

Während im Sommer die Besucher im Gartencenter ausbleiben,kommen die regionalen Gartenbauer mit ihrer Arbeit zurzeit fast nicht mehr hinterher.

Carolin Teufelberger
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Das Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen ist voll mit bunten Sommerblumen, trotzdem bleiben die Besucher im Sommer aus. CTE

Das Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen ist voll mit bunten Sommerblumen, trotzdem bleiben die Besucher im Sommer aus. CTE

Die Gartencenter im Limmattal sind voller blühender Sommerpflanzen, bloss scheint das niemanden so richtig zu interessieren. Die meisten Leute liegen am Strand und arbeiten an ihrer Bräune, während der Garten zu Hause zweitrangig ist. Es ist Ferienzeit, und das spüren die Gartencenter der Region.

Hauptsaison im Frühling

Obwohl momentan perfektes Gartenwetter herrscht, verirren sich nur wenig Leute in Gärtnereien. «Das Problem ist, dass das Wetter kurz vor den Sommerferien richtig schlecht war. Das hat allen die Lust an der Gartenarbeit genommen», sagt Ralph Hoffmann, Leiter des Gartencenters Hoffmann in Unterengstringen. Trotzdem hat Antje Pabst von Coop Bau + Hobby die Hoffnung auf einen grossen Ansturm noch nicht aufgegeben. «Die Ferien haben ja erst begonnen, vielleicht kommen die meisten erst später.» Das sieht Hoffmann anders. «Die Ferienzeit ist bei uns immer ziemlich ruhig. Unsere Hauptsaison dauert jeweils von April bis Juni.»

Diesjährige Gartentrends

Trotzdem gibt es auch dieses Jahr eindeutige Trends für den heimischen Garten. «Bei uns werden viel Staudenpflanzen und Hortensien gekauft. Der Trend liegt definitiv bei mehrjährigen, winterfesten Pflanzen», sagt Pabst. Die Gartentöpfe dazu seien bunt und aus Plastik. «Die Tokiotöpfe sind ganz neu auf dem Markt und peppen jeden Garten auf.»

Beim Gartencenter Hoffmann sehen die Trends etwas anders aus. «Wir führen ein exklusiveres Angebot, um uns so von der regionalen Konkurrenz abzuheben», so Hoffmann. Bei ihnen gebe es seit acht Jahren einen Dauerbrenner, nämlich den Gartenbonsai. «Obwohl viele Gärtnereien diesen Trend für tot erklären, haben wir immer noch eine grosse Nachfrage», erzählt Hoffmann.

Auch Schirmgewächse für die Terrasse seien stark im Kommen. «Diese Gewächse bestehen aus mehreren Stämmen, und auf einer Höhe von etwa zwei Metern wächst ein Schirm aus Blättern. Ein perfekter Schattenspender», so Hoffmann.

Investition in klare Linien

Allgemein sei der Trend in den letzten Jahren von kunterbunten Gärten zu stylishen, geometrischen Gärten mit klaren Linien übergegangen. Das bestätigen Pabst wie auch Hoffmann. Für den Kunden stehe dabei immer die Pflegeleichtigkeit im Vordergrund, sagt Hoffmann. Und dafür wird gern investiert. Anders als die Angestellten im Gartencenter haben die Gartenbauer alle Hände voll zu tun. «Die Leute wollen einen schönen Garten und sind bereit, dafür Geld auszugeben», sagt Hoffmann.