3. LIGA-FUSSBALL

Leader Birmensdorf setzt sich an der Tabellenspitze ab

Der Birmensdorfer Goalgetter Adriano Sodano (Mitte, beim Hochspringen, rotes Trikot) half in der Schlussphase auch in der Verteidigung.

Der Birmensdorfer Goalgetter Adriano Sodano (Mitte, beim Hochspringen, rotes Trikot) half in der Schlussphase auch in der Verteidigung.

Birmensdorf siegt gegen United Zürich mit 1:0 und festigt die Tabellenführung. Insgesamt hatte der Schiedsrichter während und neben des Spiels alle Hände voll zu tun.

Es hätte nicht viel gefehlt und die Partie zwischen United Zürich 2 und Birmensdorf hätte ein hässliches Ende gefunden. Nach dem Schlusspfiff geriet Uniteds Vigan Bunjaku mit der Birmensdorfer Bank in einen Streit. Dieser spitzte sich so zu, dass Bunjaku zu den Limmattalern hinstürmen wollte. Doch er konnte gerade noch von einem Kollegen zurückgehalten werden, der ihn vom Platz drängte.


Die Szene war symbolhaft für dieses Spiel, in dem der Schiedsrichter wegen vieler Fouls alle Hände voll zu tun hatte, er aber keinen Platzverweis aussprechen musste.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Nach zwei Minuten erzielte Adriano Sodano ein Tor, das wegen einer angeblichen Abseitsposition allerdings aberkannt wurde. Für Birmensdorfs Trainer Antonio Caputo war die Sache klar: Der Treffer hätte seiner Meinung nach zählen müssen.


Sodanos aberkanntes Tor sollte jedoch nicht der einzige Aufreger bleiben. Nach knapp 20 Minuten wurde Pablo Esposito wegen Reklamierens verwarnt. Kurz darauf lieferte er sich wieder eine Diskussion mit dem Schiedsrichter. Dieser gab Esposito nochmals den Tarif durch, verzichtete aber auf die zweite gelbe Karte – sehr zum Unmut von United Zürich.

Dieses hätte durch eine Grosschance des starken Yannawat Suwanna eigentlich in Führung gehen müssen, doch Birmensdorfs Schlussmann Jan Hula machte die Chance zunichte. Zehn Minuten später vergab Suwanna die nächste Chance für United, auf der anderen Seite schoss Ronan Gava den Ball übers Tor.

Dann die nächste umstrittene Szene: Uniteds Fabio Micelli kam im Strafraum nach einer Intervention von Daniel Alfare zu Fall, das Heimteam forderte vergeblich Penalty. Dann intervenierte United-Verteidiger Kaan Demirci gegen Sodano, der Birmensdorfer blieb im Strafraum liegen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann ein Freistoss durch Birmensdorfs Luis Filipe Rodrigues. Der Ball kam zu Captain Marc Füglistaller, der mit einem wuchtigen Kopfball nur die Latte traf. Der Abpraller landete jedoch bei Sodano, und dieser liess sich nicht zweimal bitten: 1:0 für Birmensdorf. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.


Stimmung blieb angespannt


Ein paar Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Suwanna die ganze Birmensdorfer Verteidigung überlief, aber an Hula scheiterte. Auf der anderen Seite verfehlte Sodano nach einem Freistoss das United-Tor nur knapp. Sodano vergab auch die nächsten beiden Birmensdorfer Chancen. Damit blieb die Partie spannend, zumal Leandro Stirnimann und Giuliano Catalano fürs Heimteam Torchancen ausliessen.


Danach nahm Antonio Caputo einige Wechsel vor, und United rannte die Zeit davon. Der Auswärtssieg der Birmensdorfer war Tatsache.
«Es war ein schwieriges Spiel gegen einen sehr guten Gegner gewesen», meinte Caputo in seiner Analyse. «Aber wir haben uns in der zweiten Hälfte gesteigert und den Sieg verdient.» Einzig über das nicht gegebene Tor von Sodano ärgerte er sich: «Das ist jetzt schon mehrmals passiert, dass uns ein regulärer Treffer nicht gegeben wurde.»


Dass die Partie zeitweise sehr hektisch war, erklärte sich Caputo so: «Der Tabellenerste spielte gegen den Tabellenzweiten, da ist es klar, dass die Atmosphäre angespannt ist.»
Mit dem Sieg hat sich Birmensdorf nun an der Tabellenspitze abgesetzt.

Für Caputo jedoch kein Grund zum Jubeln. «Wir haben noch nichts erreicht, und es gibt noch so viele Spiele», sagte er. «Und Urdorf kann am Dienstag gegen Engstringen nachlegen.» Gegen die gegenwärtig drittplatzierten Urdorfer wird Caputos Mannschaft am nächsten Wochenende antreten. Das nächste Spitzenspiel also. «Ich freue mich darauf», sagte Caputo.

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