Mehr Raum für die Spielgruppen, das fordert FDP-Gemeinderätin Priska Randegger vom Stadtrat. Hintergrund für ihr Postulat sei ein latenter Mangel an Plätzen. So sei die Bevölkerung von Schlieren seit Jahren stark am Zunehmen, die Zahl der Spielgruppenplätze sei hingegen nicht erhöht worden, so Randegger. Sie selbst erhalte im Rahmen ihrer Tätigkeit bei den Spielgruppen im Familienzentrum - das 2007 auf Initiative des Elternvereins entstanden ist - durchschnittlich zwei Anfragen für Plätze pro Woche. Im Familienzentrum hat es für zirka 100 Kinder Betreuungsplätze.

Lange Warteliste für Plätze

Auf der Reservationsliste würden die Namen von 15 Kindern stehen, so Randegger. In Wahrheit wären es viele mehr, denn die Liste sei nicht nachgetragen worden, weil keine Aussicht bestehe, sie in angemessener Zeit aufnehmen zu können.

Dabei lägen die Vorteile von Spielgruppen auf der Hand: «Jedes, Kind, das die Spielgruppe besuchen konnte, hatte die Möglichkeit, seine Sozialkompetenzen auszubauen, seine motorischen und feinmotorischen Fähigkeiten zu trainieren», so Randegger. Zudem würden solche Kinder lernen, mit Konzentration an einer Sache dranzubleiben und Konflikte mit Worten zu lösen. Im Falle der Spielgruppe Plus werden die Kinder in deutscher Sprache gefördert.

Auf Kindergarten vorbereitet

Alles in allem würden die Kinder so gut auf den Kindergarten vorbereitet, was den Einstieg in die Vorschule «massiv erleichtert». So müsse dort der Ablösungsprozess von der Mutter nicht mehr nachgeholt werden, die Arbeit der Kindergärtnerin werde erleichtert, und damit bleibe mehr Zeit für die eigentliche Umsetzung des Kindergartenstoffes.

Spielgruppen haben gemäss Randegger aber auch finanzielle Vorteile für die öffentliche Hand. Die Kinder brauchten später viel weniger sogenannte DAZ-Stunden - also Nachhilfestunden für Deutsch als Zweitsprache -, die hohe Kosten verursachen. Den Besuch der Spielgruppen hingegen würden die Eltern selbst bezahlen.

Spielgruppen sind gemäss Randegger keine Konkurrenz zu Kinderkrippen, die auf berufstätige Eltern ausgerichtet sind. Spielgruppen betreuten Kinder während nur bis zu zweieinhalb Stunden an ein oder zwei Tagen in der Woche.