Rangierbahnhof
Lärmmessungen beim Rangierbahnhof finden im Frühling statt

Die für letzten November angekündigten Emissionsmessungen beim Rangierbahnhof Limmattal wurden auf dieses Frühjahr verschoben. Dies erklärt Olivia Ebinger, Mediensprecherin des Bundesamtes für Verkehr (BAV) auf Anfrage.

Sandro Zimmerli
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Rangierbahnhof Limmattal: Die Bevölkerung hat genug vom Lärm. susi bodmer

Rangierbahnhof Limmattal: Die Bevölkerung hat genug vom Lärm. susi bodmer

Limmattaler Zeitung

Gründe seien unter anderem die Wetterbedingungen und das Ausschreibungsverfahren gewesen. Ausserdem dränge sich auf, die Emissions- und Immissionsmessungen zeitgleich vorzunehmen. Damit lassen sich die Auswirkungen einzelner Lärmereignisse an der Quelle und bei den Häusern unmittelbar vergleichen.
«Wir haben uns deshalb in Absprache mit den Anrainergemeinden dazu entschieden, die Messungen im Frühjahr gleichzeitig durchzuführen», so Ebinger. Schliesslich würden dann auch erste Werte der neu mit lärmdämpfenden Bremsbalken ausgerüsteten Gleisbremsen vorliegen. Insgesamt werde das Projekt dadurch kaum verzögert. Die Immissionsmessungen würden an je zwei Standorten in Spreitenbach und in Oetwil durchgeführt werden.
Beschlossen wurden diese Messungen an einem Treffen zwischen den Limmattaler Gemeinden sowie den Kantonen, den SBB und dem Bund im vergangenen Sommer. Damals hatte man sich auf ein Vorgehen wegen der Lärmbelastung des Rangierbahnhofs geeinigt. Der Lärm soll an der Quelle bei den Zügen und auch in den betroffenen Quartieren gemessen werden.
Nebst Oetwil und Spreitenbach wehren sich auch Geroldswil und Dietikon gegen den «störenden Quietschlärm». Letzten Juni haben sie deshalb das Komitee «Rangierlärm Nein!» gegründet und forderten den Bund zum Handeln auf.
Oetwil wehrt sich schon lange
Insbesondere Oetwil kämpft schon lange gegen den Rangierlärm. Im Herbst 2010 wendeten sich 227 Einwohner in einem Brief an die SBB, um eine Lärmsanierung des Rangierbahnhofes zu fordern. Gleichzeitig kündigte der Gemeinderat an, dass er künftig auf verschiedenen Ebenen gegen den Lärm kämpfen will, unter anderem auch auf dem Rechtsweg. Um diese Bemühungen finanzieren zu können, hatte der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vergangenen März einen Kreditantrag von 184 000 Franken vorgelegt. Dieser wurde mit überwältigendem Mehr bewilligt.