Restauration Bruno-Weber-Park
«Lange hätten die hölzernen Befestigungen der Blechgesichter nicht mehr gehalten»

Die hölzernen Befestigungen der Blechgesichter auf dem Dach des Wohnhauses in Dietikon sind morsch geworden. Sie werden durch Aluminium ersetzt.

Gabriele Heigl
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 Die südliche Fassade ist komplett eingerüstet.
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 Die Arbeit findet auf dem Dach statt.
 Martin Christen vom Verein "Freunde Bruno Weber Park" und Maria Anna Weber mit Park-Pfau Josef. Im Hintergrund das morsche Holz der Hausgeisterbefestigungen.
 Pfau Josef hat Gefallen an dem Gerüst gefunden.
 Rechts unten sieht man die Hausgeister von hinten. Die silbrigen Aluminiumprofile sind gut zu erkennen.
Bruno Weber Park
 Zimmerer Timo Burger ist einer der Handwercker, die auf dem Dach des Wohnhauses arbeiten.
 Maria Anna Weber und Martin Christen bei der Begutachtung auf dem Dach.
 Im Vordergrund eines der respekteinflössenden Blechgesichter
 Die morschen Holzbalken werden durch Aluminiumhalterungen ersetzt.
 Das Holz war an vielen Stellen bereits sehr morsch.
 Von links: Martin Christen, Timo Burger, Spengler Marcel Schwarz und Maria Anna Weber bei der Begutachtung auf dem Dach.

Die südliche Fassade ist komplett eingerüstet.

Gabriele Heigl

Derzeit ist der Blick auf das Wohnhaus mit Atelier und Turm im Bruno-Weber-Park nur eingeschränkt möglich. Die gesamte südliche Fassade ist bis zum Dach eingerüstet. Park-Pfau Josef schreitet im Slalom um die Gerüststangen herum. Die Arbeiten scheinen ihn nicht zu stören; vielleicht sucht er Ablenkung, weil er vor kurzem seine Partnerin verloren hat. Mara ist wohl einem Fuchs zum Opfer gefallen.

Nötig wurde die Restaurierungsaktion, weil die Hausgeister sozusagen mit ihren Köpfen gewackelt haben. Bruno Weber hatte die mächtigen, zähnefletschenden und spitzenbewehrten Blechgesichter liebevoll so genannt. In einer Linie aufgereiht an der Dachrinne flössen sie mit grimmigem Blick Respekt ein. «Die Bleche für die Hausgeister hat Bruno vom Dietiker Spengler König bezogen», erinnert sich die Witwe von Bruno Weber, Maria Anna Weber.

Unumgängliche Notmassnahme

Die Gesichter selbst weisen nur leichte Patinaspuren auf; sie werden noch viele Jahre der Witterung standhalten. Ihre hölzernen Haltevorrichtungen im Innern dagegen waren morsch geworden. «50 Jahre haben die Befestigungen ihren Dienst getan, aber jetzt bestand die Gefahr, dass die Gesichter bei einem Sturm nach unten fallen und beschädigt werden», so Maria Anna Weber. Martin Christen vom Verein «Freunde Bruno Weber Park» zeigt auf einen Berg zum Teil zerbröselnder Holzlatten.

«Die Notmassnahme war unumgänglich geworden, wir konnten nicht länger zuwarten. Teile des Holzes, das unter einer Blechabdichtung war, waren nur noch Sägemehl.» Die beiden Arbeiter vor Ort, Timo Burger von der beauftragten Maschwandener Zimmerei Frei und Marcel Schwarz, Spengler aus Dietikon, bestätigen: «Lange hätte das nicht mehr gehalten.» Jetzt sind sie daran, die alten Balken komplett zu entfernen und durch Aluminiumprofile zu ersetzen. Eine Zinkbeschichtung soll eine Korrosion jahrzehntelang verzögern.

Die Kosten trägt der Verein

Die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten wird vom Verein «Freunde Bruno Weber Park» übernommen. «Im Fall, dass es unvorhergesehene Kosten gäbe, hätten wir noch einen Gönner, der nicht genannt werden will», so Maria Anna Weber. Welche Kosten auf den Verein zukommen werden, wissen weder Christen noch Weber, die auch im Vereinsvorstand sitzt.

Der Park gehört zu zwei Dritteln der Witwe und zu einem Drittel der Stiftung «Bruno Weber Park». Eine Gesamtsanierung «Wohnhaus mit Turm» peilt Letztere in ihrem Sieben-Jahres-Plan bis 2022 an. In der Zwischenzeit kümmert sich der Verein um notwendige Reparaturen und Renovationen des Hauses, in dem Maria Anna Weber auch lebt.