Unterengstringen

Lärm und Littering: Anwohner stören sich an Partys bei der «Dicken Berta»

Obwohl zurzeit eine Baustelle das Bild um den Platz etwas trübt, ist verständlich, dass die schöne Aussicht vom Waldrand aus zum Verweilen einlädt. (Archivbild: David Egger)

Obwohl zurzeit eine Baustelle das Bild um den Platz etwas trübt, ist verständlich, dass die schöne Aussicht vom Waldrand aus zum Verweilen einlädt. (Archivbild: David Egger)

Die «Dicke Berta» ist gemäss Anwohnern wieder zum Party-Hotspot geworden. Laut Gemeinde gehen weniger Beschwerden als früher ein.

Die «Dicke Berta» am Waldrand in Unterengstringen ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene. Darunter leiden die Anwohnenden. Sie bekommen aus erster Hand mit, wie von dem lauschigen Platz oberhalb der Bergstrasse aus die Umgebung mit lauter Musik beschallt wird. Häufig werde Abfall einfach ­liegengelassen und einige würden gar ihr Geschäft dort verrichten, wie aus dem Umfeld des angrenzenden Quartiers zu vernehmen ist.

Vor allem an Wochenenden werde viel gefeiert; gelegentlich komme es aber schon mittwochs oder donnerstags zu Versammlungen. Mit ein Grund dafür könnte sein, dass während des Lockdowns viele Lokale geschlossen blieben und Jugendliche deshalb auf andere Treffpunkte auswichen. Die Exzesse bei der «Dicken Berta», dem massiven Baumstamm auf dem Platz, sind schon seit rund zwanzig Jahren ein Thema in der Nachbarschaft. Zuletzt seien deswegen nur noch vereinzelte Beschwerden über Littering, Vandalismus oder Ruhestörungen bei der Gemeinde eingegangen, sagt Gemeindeschreiber Pascal Brun. «Grundsätzlich treffen sich Personen an öffentlichen Plätzen im Dorf, vor allem an solchen mit Sitzmöglichkeiten. Da kann nun mal Abfall und Lärm entstehen», führt er aus. Dass sich gewisse Personen nicht an die geltenden Gesetze und Verordnungen halten, bedaure er.

Stellen Einwohner unrechtmässige Vorkommnisse fest, sollten sie umgehend eine Meldung an die zuständige Polizeistelle machen, sagt Brun. Dies sei in Bezug auf den Platz bei der «Dicken Berta» in letzter Zeit nicht der Fall gewesen. Der Gemeinde selbst bleibe dann nichts anderes übrig, als den Abfall zu entsorgen oder die Sachen, die durch die Vandalen zerstört wurden, zu reparieren.

Auch beim Schulhaus und an der Limmat ein Problem

Vandalismus und Littering beschäftigen die Gemeinde auch andernorts. Auf dem Schulareal Büel haben zuletzt wiederholt Vandalen ihr Unwesen getrieben. Dagegen halfen auch die 2015 beim Büel installierten Videokameras nicht. Inzwischen wissen die Täter, wie sie diesen ausweichen können und unerkannt bleiben. Am Limmatufer hatte die Gemeinde nach dem Ausbruch der Coronapandemie mit Abfallbergen zu kämpfen. «Die in den letzten Monaten getroffenen Massnahmen scheinen Wirkung zu zeigen. Und auch aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit wird es an der Limmat wieder ruhiger», sagt Brun. So hatte die Gemeinde unter anderem Verbotstafeln angebracht, grössere Abfallbehälter aufgestellt und vermehrt Polizeipatrouillen durchführen lassen.

Bevor die Massnahmen umgesetzt wurden, habe die Gemeinde diverse Gespräche mit Anwohnenden geführt, sagt Brun. Die aktuellen Rückmeldungen der Betroffenen seien entsprechend viel positiver ausgefallen: «Zu Beginn der Massnahmen und während der heissen Sommermonate sah dies noch anders aus.»

Meistgesehen

Artboard 1