Manege frei
Küssende Tiger im traditionsreichen Circus Royal

Artisten, Tiere und Clowns aus insgesamt drei Kontinenten, und ein verzaubertes Publikum vereint unter einem Zirkuszelt in Urdorf.

Senada Haralcic
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Vertrauter Umgang: Die junge deutsche Tierakrobatin Carmen Zander dirigierte fünf Tiger gleichzeitig durch die Manege.

Vertrauter Umgang: Die junge deutsche Tierakrobatin Carmen Zander dirigierte fünf Tiger gleichzeitig durch die Manege.

Senada Haralcic

Ein Trapezkünstler steht kurz davor, das Seil zu überqueren – mit verbundenen Augen. Die Zuschauer sind so angespannt, dass manche gar nicht hinsehen können. Mit sorgfältigem Schritt setzt der Artist einen Fuss vor den anderen, und dann das: Was zuerst aussieht wie ein Sturz, ist Teil der Vorführung. Jubel zieht sich durch die Menge gefolgt von tosendem Applaus, als der junge Mann heil auf der andern Seite ankommt. Der Circus Royal beehrte am Freitag Urdorf und hinterlässt ein erfreutes Publikum.

Liebling ist ein Franzose

Die Artisten sorgten für weitere Überraschungen. Ein Schlangenmensch befreite sich aus einer kleinen Kiste und ein Jongleur spielte Schlagzeug mit Pingpong-Bällen. Über 300 Gäste verfolgten neugierig das Spektakel des traditionsreichen Circus Royal. Einige Zuschauer durften beim Programm sogar mitwirken und sich in die Manege begeben.

Ein Clown mit französischem Akzent animierte das Publikum auf seine humorvolle Weise: Er lief direkt zu den Zuschauern, schüttelte Hände und verteilte Luftküsse. Im Laufe der Show wandelte sich dieser zum Publikumsliebling – vor allem Kinder freuten sich über seine vielen Zaubertricks und Sketchs.

Lamas, Kamele und ein Esel

Das animalische Ensemble des Circus Royal bot viel Abwechslung. Mal präsentierten sich Stiere majestätisch mit langen Hörnern, gefolgt von einem Esel. Mit ihrem flauschigen Fell sorgten Lamas und Kamele für den Kuschelfaktor. Der mit Spannung erwartete Auftritt der Tiger galt jedoch als Höhepunkt: Die Tierakrobatin Carmen Zander dirigierte insgesamt fünf Tiger quer durch die Manege. Auf ihren Befehl sprangen die Raubtiere über Podeste oder sogar über ihre Trainerin.

Trotz vertrautem Umgang staunten die Zuschauer, als die junge Deutsche einen der Tiger auf das Maul küsste. Nach zweieinhalb Stunden wurde das Spektakel mit viel Applaus belohnt.