Unterengstringen
Kurt Aeschbacher nimmt Blumenladen für Doku-Sendung in Beschlag

Für die Doku-Talksendung "Durch die Blume" stand Kurt Aeschbacher zwei ganze Tage bei Olivia Hoffmann in ihrem Blumenladen. Dort war der Moderator auf der Suche nach spannenden Geschichten, die sich hinter einem Blumenkauf verbergen.

Sarah Serafini
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Kurt Aeschbacher drehte den dritten Teil der Sommerserie von "Durch die Blume" in Unterengstringen

Kurt Aeschbacher drehte den dritten Teil der Sommerserie von "Durch die Blume" in Unterengstringen

Keystone

Wenn sich Olivia Hoffmann heute Abend vor den Fernseher setzt, wird sie dies mit einem komischen Gefühl im Bauch tun. Denn sich selber über den Bildschirm flimmern zu sehen, ist für die Blumenverkäuferin aus Unterengstringen ein Novum. Der Grund für den Fernsehauftritt von Hoffmann ist die Sendung vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) «Durch die Blume».

In dieser sechsteiligen Doku besuchte Moderator Kurt Aeschbacher verschiedene Blumenläden und sprach mit Verkäufern und Kunden über Blumen und welche Geschichten aus dem Leben sich dahinter verstecken. Und laut Aeschbacher bot der Blumenladen von Hoffmann für die Sendung den idealen Rahmen: «Olivia bietet mit ihren unkonventionellen Kreationen und dem grosszügigen Laden einen idealen Hintergrund für unsere Suche nach unverblümten Begegnungen.» Er sagt, dass für die Sommerserie des SRF nicht primär die Floristin im Vordergrund stehe, sondern ihre Kundinnen und Kunden: «Und da gilt das Prinzip; je spezieller der Laden, umso grösser die Wahrscheinlichkeit, auf überraschende Geschichten zu stossen.»

Grosser Aufwand für 25 Minuten

«Ich war sofort einverstanden, als ich vom SRF angefragt wurde, ob ich bei der Sendung mitmachen möchte», sagt Hoffmann. Nach ein paar Vorbesprechungen kam ein fünfköpfiges Fernseh-Team anfangs Juni und nahm ihren Blumenladen gleich für zwei Tage in Beschlag. Hoffmann war erstaunt, über den grossen Aufwand der betrieben werden muss, um einen 25-minütigen Sendebeitrag zu drehen. «Kameramann, Belichter, Vertoner, Produzentin und Aeschbacher selber kamen an beiden Tagen schon am frühen Morgen und gingen erst am Abend wieder.»

Ihre Kunden haben unterschiedlich auf das Fernseh-Team reagiert. Es habe solche gegeben, die gleich wieder aus dem Laden gingen, als sie die Kameras sahen, so Hoffmann. Einige liessen sich aber nicht verunsichern und gaben Aeschbacher breitwillig Antwort auf seine Fragen. Hoffmann sagt, sie sei fasziniert gewesen, ab der Art, wie Aeschbacher seine Gegenüber in ein spannendes Gespräch verwickeln konnte.

Der Moderator sagt, hinter jedem Kauf eines Blumenstrausses stehe ein Mensch mit seinen ganz persönlichen Motivationen: «Mich interessiert, wer diese Leute sind, was ihnen Pflanzen bedeuten, weshalb sie gerade diesen Strauss kaufen, was sie damit bewirken wollen und wie ihr Alltag ausschaut.» Auf welche Schicksale man dabei treffe, sei erstaunlich. Blumen seien eben mehr als einfach ein zufälliger Kauf einer Packung Milch. «Man leistet sie sich aus einem ganz besonderen Grund», so Aeschbacher.
Für Hoffmann waren die beiden Drehtagen in ihrem Laden eine spannende Erfahrung, obwohl es zu Beginn schon komisch gewesen sei, ständig von einer Kamera umgeben zu sein: «Mit der Zeit habe ich aber vergessen, dass sie überhaupt da sind und bin einfach meiner normalen Arbeit nachgegangen.»

«Ein emotionaler Mensch»

Kurt Aeschbacher hat Hoffmann auch privat als sehr angenehm kennen gelernt. «Er ist wie in seinen Sendungen, ein emotionaler Mensch mit einer Liebe zum Detail», sagt Hoffmann.

Heute Abend wird es sich Hoffmann mit ihrem Mann vor dem Fernseher bequem machen: «Ich bin sehr auf die Sendung und die Reaktionen darauf gespannt.»