Birmensdorf
Kürbisse erwachen durch Kinderhand zum Leben

Im Familienzentrum schnitzen Kinder mit ihren Eltern gruselige, ängstliche, schielende oder fröhliche Kürbisse. Die beiden Leiterinnen, Mandy Bremermann und Nicole Weber, unterstützen die Teilnehmer mit Werkzeugen und Tipps zum Schnitzen.

Maika Schelb (Text und Fotos)
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Kürbisse erwachen durch Kinderhand zum Leben
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Im Familienzentrum in Birmensdorf trafen sich rund 15 Kinder mit ihren Eltern
Sarah (8):Am liebsten male ich mit Farbe das Gesicht auf den Kürbis. Die Oberfläche des Kürbis fühlt sich so lustig an. Ich schnitze einen Kürbis mit einer Zahnlücke. Dieser kommt auf den Briefkasten, damit kann ich dann vielleicht den Pöstler erschrecken.
Lara (6):Am liebsten spiele ich nachher mit dem geschnitzten Kürbis. Mein Kürbis schielt ein wenig. Ich finde es lustig, dass er dadurch nicht aussieht, wie die anderen. Ich nenne ihn Bubi. Der Name passt zu ihm, weil er lustig tönt und auch mein Kürbis lustig ist.
Marc (8):Ich mag es, dass man ganz verschiedene Kürbisse schnitzen kann. Dieser hier bekommt ein gruseliges Gesicht. Ausserdem nehme ich den Kürbisinhalt mit nach Hause. Wir machen dann eine süsse Kürbissuppe mit Brotstücken damit. Die mag ich sehr.
Nina (11):Am besten gefällt mir, dass ich hier Kürbiskerne sammeln kann. Ich nehme sie mit nach Hause, weiss aber noch nicht, was ich damit mache. Dem Kürbis habe ich bereits ein Gesicht aufgemalt. Ich glaube, es wird ein fröhlicher Kürbis.
Yasmin (11):Ich schnitze einen Kürbis, der Angst hat vor Gespenstern. Er sieht auch selber aus wie ein Gespenst. Ich werde ihn vor unser Haus stellen. Er vertreibt an Halloween vielleicht die Kinder, die Süssigkeiten verlangen, dann ist für uns mehr übrig.
Die 11-jährige Nina aus Birmensdorf möchte ihrem Kürbis ein freundliches Gesicht schnitzen
Gemeinsam wurden die Kürbisse ausgehöhlt...
... und mit freundlichen oder gruseligen Gesichtern bemalt
Die zwei-Jährige Chiara ist die jüngste Kürbisschnitzerin
Die Kinder sind motiviert und helfen sich gegenseitig

Kürbisse erwachen durch Kinderhand zum Leben

Limmattaler Zeitung

Rund 15 kleine Künstler haben sich im Familienzentrum Birmensdorf zum Kürbisschnitzen getroffen. Motiviert höhlen die Kinder ihre Kürbisse aus und helfen sich gegenseitig dabei. Verschiedene Kürbisgesichter schauen einen von den Tischen aus an. Die beiden Leiterinnen, Mandy Bremermann und Nicole Weber, unterstützen die Teilnehmer mit Werkzeugen und Tipps zum Schnitzen.

Schnitzen zieht neue Gesichter an

Vor einem Jahr organisierte das Elternforum Birmensdorf zur Einweihung des Familienzentrums das erste Mal ein Kürbisschnitzen. «Es kam bei allen Teilnehmern sehr gut an», sagt Weber. Deshalb hätten sie sich nun entschlossen, diese Veranstaltung diesen Herbst zu wiederholen. Sie fügt hinzu: «Heute sieht man viele neue Gesichter. Das ist unter anderem natürlich auch das Ziel einer solchen Veranstaltung: Das Interesse der Anwohner zu wecken.» Für den Anlass wurde Werbung nicht nur über das Gemeindeblatt, sondern bewusst auch über die Primarschule gemacht: «Hier können auch ganz Kleine mit ihren Eltern dabei sein», so Weber.

Ansonsten organisiert das Elternforum ein regelmässiges «Elternkaffee-Treffen», einmal monatlich ein Kindercoiffeur und ab und zu Kinderkinos oder Frauenabende. «Beim Kürbis schnitzen gefällt mir, dass wir damit die Kreativität der Kinder fördern können. Es ist auch schön, zusehen, wie viel Freude sie am Schnitzen haben. Die meisten sind sehr vertieft in ihre Arbeit», sagt Bremermann. Ausserdem sei es auch einfach ein gemütliches Beisammensein, bei dem gute Gespräche entstehen.

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