Kloster Fahr
Kulinarisches mit göttlichem Segen: Grill und Smoker gibts auch im Kloster

Das moderne Kloster von heute verfügt über einige weltliche Annehmlichkeiten. Die Benediktinerinnen im Kloster Fahr gehen mit guten Beispiel voran: Das Restaurant Zu den zwei Raben wurde durch eine weitere Attraktivität erweitert

Daniel Diriwächter
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Smoker-Grill im Kloster Fahr
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Der «Steingarten» erweist sich als Ruderalfläche.
Ein beschwingter Apéro im Kloster Fahr.

Smoker-Grill im Kloster Fahr

Daniel Diriwächter

Die Zeiten, in der Klöster als vom Leben abgeschottete Refugien galten, sind längst vorbei. Heute gilt ein Kloster als Oase der Ruhe und beherbergt oft ein Restaurant mit Hotel – beinahe wie ein Wellness-Tempel mit göttlichem Segen.

Ein ideales Beispiel ist das Kloster Fahr bei Unterengstringen. Die Benediktinerinnen erweisen sich schon lange als äusserst umtriebig und stehen dem Mutterhaus in Einsiedeln in nichts nach. Neben den Gästezimmern, dem Weinanbau oder dem Klosterladen erfreut besonders das Restaurant Zu den zwei Raben die Gäste aus aller Welt.

«Dass sich das Kloster öffnete, war ein schrittweiser Prozess», erklärt Priorin Irene Gassmann und lässt dabei durchblicken, dass auch die katholische Kirche, entgegen vieler Kritik, durchaus zeitgemäss handelt.

Bereits vor drei Jahren öffnete der lauschige «Hildegarten» beim Restaurant mit 30 Sitzplätzen, umgeben von verschiedensten Küchen- und Heilkräutern. Nun wurde der Garten erweitert. Nach einem Konzept von Thomas Hübscher und Marcel Matter steht dort ab sofort ein Smoker-Grill, der den Sommer hindurch die Gäste mit den so typischen Spezialitäten verwöhnen wird. Priorin Irene Gassmann zeigte sich sichtlich stolz, als sie die anwesenden Gäste begrüsste. Bei dem anschliessenden Apéro wurde aber besonders auch auf den zuerst unscheinbaren «Steingarten» hingewiesen, eine zusätzliche Erweiterung vom «Hildegarten». Dieser erweist sich aber als sogenannte Ruderalfläche und wurde speziell zur ökologischen Aufwertung angelegt, wie Marco Sacchi vom Verein Naturnetz erläuterte. Sie erweist sich als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Und so bietet das Kloster Fahr mit seinem neusten Angebot ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur mit kulinarischem Bonus: Höhepunkt des gestrigen Anlasses war natürlich die Degustation verschiedener Grill- und Smokerspezialitäten, präsentiert von Küchenchef Nicolaas van Rijn. Keine Frage, ein besinnlicher Besuch im Kloster Fahr wird so zum echten Event.