Kriminalstatistik
Kriminalstatistik Bezirk Dietikon: Tiefstwerte bei der Jugendkriminalität

Die Zahlen der Kantonspolizei Zürich sind eindrücklich: Die Anzahl aller im Bezirk Dietikon erfassten Straftaten ging 2011 um 8,1 Prozent zurück. Das geht aus der kürzlich präsentierten Kriminalstatistik hervor.

Katja Landolt
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«Im Bereich der Jugendkriminalität scheint eine gewisse Beruhigung eingetreten zu sein», schreibt die Kapo in der Kriminalstatistik. (Symbolbild)

«Im Bereich der Jugendkriminalität scheint eine gewisse Beruhigung eingetreten zu sein», schreibt die Kapo in der Kriminalstatistik. (Symbolbild)

Keystone

Doch eine Zahl in der Liste der Tatbestände liess aufhorchen: die Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern. Diese hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht: von 14 auf 56 Fälle. «Wir haben 2011 eine Person dingfest gemacht, der wir sehr viele Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern zuordnen konnten», sagt Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kapo Zürich, auf Anfrage.

Dem in der Region wohnhaften Wiederholungstäter hätten Fälle zugeordnet werden können, die bis zu zehn Jahre zurückliegen. Das erkläre auch den sprunghaften Anstieg der Anzahl erfasster Straftaten. «Mitgerechnet werden sämtliche der verhafteten Person zugeordneten Taten; unabhängig davon, wann sie verübt wurden», sagt Oberlin.

Jugendkriminalität: Tiefstwerte

Ein erfreuliches Thema ist der Rückgang der Anzahl jugendlicher Täter: «Im Bereich der Jugendkriminalität scheint eine gewisse Beruhigung eingetreten zu sein», schreibt die Kapo in der Kriminalstatistik zur kantonsweiten Entwicklung.

Auch im Bezirk Dietikon

Die Werte 2011 seien nicht nur gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, sondern würden auch im Vergleich der letzten zehn Jahre auf Tiefstwerten liegen. «Diese Entwicklung zeigt sich auch im Bezirk Dietikon», sagt Oberlin.

Als Grund für diese Tendenz sei wohl teilweise ein Ermittlungserfolg verantwortlich: «Wir haben Jugendbanden ermitteln können, die im Limmattal aktiv waren», so Oberlin. Er erklärt sich die rückläufigen Straftaten mit den fehlenden Nachahmern beziehungsweise der abschreckenden Wirkung dieser Verhaftungen.

Weniger Raub

Ähnlich sieht es auch beim Tatbestand Raub aus: Die polizeilich erfassten Straftaten waren 2011 deutlich rückläufig. Wurden 2010 noch 35 Fälle registriert, waren es 2011 nur noch 13. Eine eindeutige Erklärung für diese Tendenz gebe es nicht, sagt Oberlin. «Seit wir aber eine Gruppe festnehmen konnten, haben die erfassten Taten schlagartig abgenommen.»