Festlich und unterhaltend, die Kreismusik Limmattal hat mit ihrem traditionellen Konzert in der katholischen Kirche St.Johannes in Geroldswil den Nerv des Publikums getroffen. «Es war sehr interessant, vielseitig und fröhlich», hielt sich Rico Lienhard aus Engstringen mit Lob nicht zurück. Gekonnt vorgetragen und sauber gespielt urteilte der Musiker fachlich: «Vor allem der Schlagzeuger war hervorragend, aber auch das Hornregister hat überzeugt.»

Das Konzert in der Kirche beinhaltete Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart über Giuseppe Verdi bis hin zu moderneren Stücken der Unterhaltungsmusik von James Last. Zu hören waren an modernen Stücken etwas «Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung» oder der Klassiker der schwedischen Poppgruppe ABBA «Thank you for the music».

Insgesamt jedoch waren es anderthalb Stunden der sanfteren Musikgangart, Balsam für die Seele und zur Zufriedenheit der rund 150 Gäste. «Ich war überrascht, dass es eine solch kleine Musik geschafft hat, Verdi so toll zu interpretieren», sprach Iris Schleiss aus Schlieren den 25 Musizierenden ihren Respekt aus. Während sich ebenso Peter Haas für die Präsentation der schönsten Werke von Verdi als Highlight aussprach, war es für seine Frau Rita die Komposition von James Last. «Es war eine gute Auswahl an zum Teil schwierigen Stücken», fasste das Ehepaar das Konzert zusammen. Aber nicht nur dem Publikum hat das alljährliche Konzert Freude bereitet. Auch Sarah Müller als Musikantin konnte den Sonntagabend geniessen. «Wir machen Musik um andere zu begeistern und um die Freude, die wir selbst an der Musik haben, weiter zu geben», erklärte sie.

Der E-Bass in der Blasmusik

Ihr nicht alltägliches Instrument in einer Blasmusik, eine E-Bass-Gitarre, widerspiegle so auch ein wenig den Wandel der Kreismusik Limmattal. Dirigent Daniel Vauthey sagte: «Ich mache gerne Unterhaltungsmusik und achte darauf, auch modernere Stücke einzubinden, welche den Jungen gefällt.» Die E-Gitarre füge sich so sehr gut ein. Er selbst verglich das Musizieren mit seinem zweiten Hobby, dem Kochen. «Das Kochen wie ein Konzert erfordern eine intensive Vorbereitung, gegessen aber ist danach schnell, auch das Konzert ist jeweils fast zu schnell vorbei.»

Das Dirigieren hielt ihn auch nicht davon ab, bei der Zugabe gleich selbst noch zur Klarinette zu greifen und das Orchester instrumental zu unterstützen.

Mit dem letzten Stück «Frohes Wiedersehen» von Emil Würmli schaffte sogar ein Marsch den Einzug ins unterhaltende Programm. «Ich habe gelesen, dass sich Musik auch gut auf den Herzkreislauf und den Bluthochdruck auswirkt, sie haben somit heute Abend sogar noch etwas für ihre Gesundheit getan», schloss Karin Engeli humorvoll das Konzert und lud zum anschliessenden Apéro. Nicht jedoch ohne vorher auf das Projekt «TaktART» der Jugendmusik rechtes Limmattal hinzuweisen, welches unter anderem in der kommenden Woche täglich jeweils um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Büel in Unterengstringen mit Konzerten von regionalen Ensembles für musikalische Leckerbissen sorgen wird.