Schlieren
Krankheiten und Kündigungen führen zu hohen Extrakosten im Stadthaus

Rund 100'000 Franken extra kosten diverse Einsätze von Externen auf dem Stadtbüro der Stadt Schlieren im Jahr 2020. Der Stadtrat hat die entsprechende gebundene Ausgabe kürzlich bewilligt. «Seit Mitte Mai 2020 ist das Stadtbüro personell unterdotiert», hält er in einer Mitteilung fest.

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Hatte seit Mitte Mai mit Personal-Engpässen zu kämpfen: die Stadt Schlieren.

Hatte seit Mitte Mai mit Personal-Engpässen zu kämpfen: die Stadt Schlieren.

Roland Schmid

Zwei Mitarbeitende fielen wegen längerer Krankheit aus, zwei haben gekündigt und der Lehrabgänger beendete sein Engagement frühzeitig, da er in die Rekrutenschule einrücken musste. Zudem kam es zu zwei kürzeren Ausfällen wegen des Coronavirus. «Um die Dienstleistung des Stadtbüros aufrechterhalten zu können, mussten die ausgefallenen Mitarbeitenden mit Springereinsätzen aufgefangen werden.

Nebst interner Unterstützung durch Lernende im dritten Jahr wurden zwischen Juli und Ende November personelle Ressourcen von der Steinmann und Partner AG eingekauft», teilt der Stadtrat weiter mit. Für die Zukunft ist Besserung in Sicht. So schreibt der Stadtrat weiter, dass in der Zwischenzeit zwei neue Mitarbeitende angestellt werden konnten. Eine Lehrabgängerin hat indes bereits gekündigt. «Die Verantwortlichen des Stadtbüros gehen im Moment aber davon aus, dass die anfallenden Aufgaben durch das bestehende Personal geleistet werden und auf weitere Springereinsätze verzichtet werden kann», teilt der Stadtrat mit.

Auf der Abteilung Soziales fielen dieses Jahr 470'000 Franken für Springereinsätze an. Auch hier hätten längere ­krankheitsbedingte Ausfälle ­sowie Kündigungen von Mitarbeitenden zum Personalunterbestand beigetragen. Auch 2021 benötige die Abteilung Soziales Springer, doch sind diese laut Stadtrat schon im Budget ­berücksichtigt.