Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben die Konzession zur Wasserkraftnutzung in Dietikon für weitere 60 Jahre erhalten. Sie können nun ihre Pläne für die Erneuerung des bestehenden Kraftwerks vorantreiben. Derzeit produziert es jährlich Strom für rund 3800 Haushalte, künftig sollen 4500 Vierpersonen-Haushalte versorgt werden, wie die EKZ mitteilen. Dafür soll ein zusätzliches Dotierkraftwerk gebaut werden, das Strom aus der erhöhten Restwassermenge produziert.

Mit der Konzessionierung ist die erste Phase der zweistufigen Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen. Ende Februar reichten die EKZ die Unterlagen für die zweite Stufe beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft ein. Darin wird jede bauliche Massnahme detailliert beschrieben und auf ihre Umweltverträglichkeit untersucht. Ziel sei es, in dieser Phase die baurechtliche Bewilligung zu erhalten, heisst es. Wie bei jedem Bauvorhaben werden auch diese Unterlagen nochmals öffentlich aufgelegt. Wann dies der Fall sein wird, ist offen. «Wir gehen von Sommer aus», sagt EKZ-Mediensprecher Noël Graber auf Anfrage.

Spiel- und Liegewiese geplant

Mit einem Start der Bauarbeiten rechnen die EKZ im Jahr 2018. Sie dürften voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Investitionen werden mit rund 43 Millionen Franken veranschlagt. Vor zweieinhalb Jahren wurde noch mit 29 Millionen Franken gerechnet. «Das war eine erste grobe Schätzung. Im Verlauf der detaillierten Planung hat sich gezeigt, dass dieser Betrag nicht ausreicht», so Graber.

In den Kosten enthalten sind auch die mit der Konzessionserteilung einhergehenden Ersatz-, Erholungs- und Hochwasserschutzmassnahmen. Unter anderem sollen zur Wiederherstellung der freien Fischwanderung neue Fischaufstiegs- und Fischabstiegshilfen geschaffen werden. Gemäss EKZ machen gerade diese Massnahmen einen beachtlichen Teil der Kosten aus. Neben den Fischtreppen ist laut Graber auch eine Spiel- und Liegewiese mit Grillstelle und Wasserzapfanlage auf der Allmend Brunau beim Bahnhof Glanzenberg geplant. Beim Reppischspitz wird die Brücke erneuert. Zudem ist ein neuer Steg geplant.

Die Neukonzessionierung wurde nötig, nachdem jene für das seit 1933 in der bestehenden Form von den EKZ in Betrieb genommene Kraftwerk ausgelaufen ist. Eigentlich war dies schon 2013 der Fall. Die Konzession wurde vom Regierungsrat aber um drei Jahre verlängert, weil die EKZ einen ersten Entwurf, den sie 2012 eingereicht hatten, noch einmal überarbeiten mussten.