Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal des Gemeindezentrums Brüelmatt war mit Adventsgestecken festlich geschmückt. Die Discokugel zauberte ab und zu weisse Sterne an Wände und Decken. Dann eröffnete das Jugendensemble «Young Harmonists» das Konzert zum 110-Jahr-Jubiläum mit dem Beatles-Hit «Let it be». Anschliessend brillierten die Tambouren unter der Leitung von Raffael Hotz mit drei Trommelstücken. Mit lausbübischem Charme moderierte der Blondschopf Quentin.

Wechselvolles Programm

Dann zelebrierte Cäcilia Gebhardt die Harmonie und das Jugendensemble. Moderatorin Evelyne Schlund führte souverän durch den Abend. Mit einem brillanten Solo zeigte Hermi Huber, dass sich auch der imposante Es-Bass als Einzel-Instrument als durchaus hörenswert erweist. Während das Stück «Auf der Hochalp» eine etwas urchig-lüpfige Stimmung verbreitete, verströmten die Melodien der legendären «Muppet Show» mit Frosch Kermit und Co. den musikalischen Duft der grossen weiten Fernsehwelt. Und auch das Abba-Medley erinnerte mit «Mamma Mia» an die phänomenalen Erfolge der schwedischen Pop-Band ABBA. Drei Zugaben – als Höhepunkt der Zürcher Sechseläuten-Marsch – rundeten das wechselvolle Programm ab.

Die Birmensdorferin Susanna Betschart sagte nach dem Konzert: «Ich habe mich auf den heutigen Abend sehr gefreut. Und meine Erwartungen haben sich total erfüllt.» Sie selber spiele zwar kein Instrument. Denn, so Betschart: «Ich bin total unmusikalisch.» Der 16-jährige Yannic Hedinger aus Birmensdorf gefiel vor allem der Schluss: «Ich bin zum ersten Mal an einem solchen Konzert der Harmonie. Der Sechseläutenmarsch als Finale mit allen Musikanten und den Tambouren auf der Bühne fand ich ganz toll.»

Und Jakob Gut aus Birmensdorf ergänzte: «Ich fand es einen interessanten und abwechslungsreichen Konzertabend. Was mir aber etwas gefehlt hat, sind ein paar rassige Märsche.» Was dieser Musikverein jedoch ganzjährig leiste, gehe für ihn natürlich weit über diesen Abend hinaus. «Ich habe viel Freude an dieser Dorfmusik und stehe nach wie vor voll dahinter», so der ehemalige Birmensdorfer Gemeindepräsident.