Schlieren

Kompaktes Ensemble: So könnte das neue Pfarreizentrum aussehen

Das siegreiche Projekt des Wettbewerbs überrascht mit einem Innenhof. Nun wird es von einer Baukommission in Zusammenarbeit mit den Architekten weiterentwickelt. Wenn alles klappt, kommt das Projekt im August vor die Kirchgemeinde.

«Ensemble», so der Titel des Siegerprojekts für den Studienauftrag des neuen Pfarreizentrums für die römisch-katholische Kirche Schlieren, wurde diese Woche der Öffentlichkeit präsentiert. Wie treffend dieser Titel sei, unterstrich der Vorsitzende des Beurteilungsgremiums, Christof Glaus, gleich zu Beginn. Denn: «Der Neubau soll sich in das bestehende Ensemble mit Kirche und Kirchturm integrieren.» Der Name ist somit Programm.

Innenhof im Dachgeschoss

Der dreigeschossige Neubau definiert laut Bericht der Jury den Kirchenplatz, ohne sich aber in den Vordergrund zu stellen. Das Gebäude sei kompakt und besteche durch seine intelligente Nutzungsverteilung. So sehen die Architekten vom Zürcher Büro «Stöckli Grenacher Schäubli» vor, den Empfang, das Sekretariat sowie Arbeits- und Sitzungszimmer im Erdgeschoss beim Eingang Uitikonerstrasse zu platzieren. Beim Haupteingang, der sich ein Geschoss höher ebenerdig zum Kirchenplatz befindet, ist ein unterteilbarer Saal geplant. Das dritte Geschoss soll mit Gruppen- und Besprechungsräumen sowie einem Innenhof belegt werden. Dieser Hof könne einen meditativen wie auch einen festlichen Charakter entwickeln, heisst es im Bericht des Beurteilungsgremiums.

Die im Jahr 1997 erworbene Parzelle an der Uitikonerstrasse, gleich neben der bestehenden Kirche, wird heute als Parkplatz verwendet. Im vergangenen Mai sprach die Kirchgemeindeversammlung einen Projektierungskredit in der Höhe von 50 000 Franken. Bereits im November 2013 wurde ein Kredit von 50 000 Franken für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie gesprochen.

Projektkredit im Frühling

Das weitere Vorgehen sieht laut Peter Seifriz, Leiter Liegenschaften der römisch-katholischen Kirche Schlieren, wie folgt aus. Eine Baukommission wird gegründet, die das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro «Stöckli Grenacher Schäuble» weiterentwickelt. So sollen auch die Bedürfnisse der künftigen Nutzer besser abgeholt werden. «Das Verhältnis von Foyer und Saal sowie die Verknüpfung der Geschosse muss noch optimiert werden», ist dem Wettbewerbsbericht zu entnehmen. Bereits im August könnte das Projekt der Kirchgemeinde präsentiert werden. Erteilt diese ihre Bewilligung für «Ensemble» werde bis im Frühling kommenden Jahres der Baukredit ausgearbeitet. Die Gesamtkosten für den Bau werden auf rund 4,7 Millionen Franken geschätzt.

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