In Affoltern wächst Zürich seit Jahren stark. S-Bahnen und Busse sind zu Stosszeiten überfüllt - da kommt es gelegen, dass die Tramverbindung nach Affoltern der nächste Ausbauschritt der Netzentwicklungsstrategie 2030 der VBZ ist.

Vorgesehen ist, dass die Tramlinie 11 von der Haltestelle Radiostudio bis zur Station Holzerhurd an der Stadtgrenze verkehrt. Die Tramlinie 15 würde die heutige Strecke vom Radiostudio bis zum Glattpark bedienen. Die Tramlinie folgt der Wehntalerstrasse, die beiden Gleise sollen in der Strassenmitte geführt werden. Die Machbarkeitsstudie wurde Ende 2016 abgeschlossen.

An einigen Stellen wie den Haltestellen Neuaffoltern oder Glaubtenstrasse wird es grössere Umbauten geben. Für die stark befahrene Kreuzung am Zehntenhausplatz werden zwei Varianten zur Diskussion stehen: Entweder eine grosse Haltestelle in der Mitte der Fahrbahn oder eine Unterführung für den Transitverkehr mit Aufhebung des Lichtsignals zu Gunsten eines Verkehrskreisels und einer grossen Haltestelle in der Fahrbahnmitte.

Diese zweite Variante würde zwar den Autoverkehr verflüssigen, aber auch rund 80 Millionen Franken mehr kosten als Variante eins. Für das Gesamtprojekt rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von 270 bis 350 Millionen Franken.

Heute zählt die Stadt Zürich gut 400'000 Einwohner. Bis 2030 wird ein Zuwachs auf 500'000 Einwohner prognostiziert. Die VBZ rechnen deshalb mit einem Passagierzuwachs um 30 Prozent. Als wesentliches Element der Strategie, dies zu bewältigen, gilt das Tram Affoltern.