300 Tage voller Schweiss, Übermüdung und Strammstehen gingen gestern mit der Fahnenübergabe symbolisch zu Ende. Bald ein Jahr ist es her, dass die jungen Männer des Bataillons 142 in Aarau einrückten. Damals meldeten sie sich zum 43-wöchigen Durchdienst. Um dem jährlichen Wiederholungskurs, der nach Beendigung der Rekrutenschule ansteht, aus dem Weg zu gehen, leisteten die 330 Männer ihren Militärdienst gleich in einem Stück. Davon die letzten 20 Wochen in Bereitschaft. Das heisst, sie mussten ständig bereit sein, auf Notsituationen reagieren zu können und dort dienen, wo es gerade nötig war.

So beschützten die 142er in Genf Botschaften, in Davos das WEF und den Langlauf-Weltcup Davos Nordic. Seit gestern liegen diese Aufgabe und Verantwortung nun in den Händen des nachfolgenden Bataillons 143.
Im Takt der Musik schreiten die Kompanien der Bataillone 142 und 143 über den Kasernenplatz. Vor einem kleinen Rednerpult positionieren sie sich. Links die abtretenden, rechts die antretenden.

Hoffen auf das Ausbleiben des Ernstfalls

Welche Aufgaben wohl auf die Neuen zukommen werden? Martin Riedel war Quartiermeister des Bataillons 142. Er sagt: «Alle, die zum Bereitschaftsdienst antreten, hoffen, dass während dieser Zeit nichts Schlimmes im Land passiert.»
Während der Rede von Gian Domenico Curiale, Kommandant der 143er, fallen Worte wie Aufgabe, Sicherheit, Verantwortung und Disziplin. Zum Schluss sagt er zu seinen abtretenden Soldaten gerichtet: «Ich bin stolz auf euch.» Für das Bataillon 142 heisst es jetzt nur noch: Koffer packen und ab nach Hause.