Dieser liess unter Berufung auf eine neue Studie verlauten, der Gateway Limmattal sei notwendig.

Das Komitee stellt nicht nur die Findungen der von Hadorn angeführten Studie infrage. Diese besagt, dass der Schienengüterverkehr in den nächsten 20 Jahren um 35 Prozent wachsen wird, ergo die Dringlichkeit des Limmattaler Terminals. Schon Zukunftsberechnungen früherer Studien hätten sich nicht bewahrheitet, so die Mitteilung des Komitees. So sei etwa die Prognose, dass der Schienengüterverkehr bis 2010 um 45 Prozent anwachsen würde, um satte 20 Prozentpunkte daneben gelegen.

SBB-Vertreter an Studie beteiligt

Vor allem hegt das Komitee Zweifel an Hadorns Unbefangenheit in der Sache. Der Rheinhäfen-Direktor sei als ehemaliger SBB-Angestellter ungeeignet, objektive Aussagen zum Projekt zu machen. Vor allem hegt das Komitee Zweifel an Hadorns Unbefangenheit in der Sache. Der Rheinhäfen-Direktor sei als ehemaliger SBB-Angestellter ungeeignet, objektive Aussagen zum Projekt zu machen. Hadorn war bis 2005 Leiter Strategische Planung bei SBB Cargo.

Genauso bedenklich findet das Komitee die Tatsache, dass die Begleitgruppe zur genannten Studie «fast zur Hälfte aus Vertretern der SBB» bestanden habe. So war Dirk Bruckmann, ein Mitautor der Studie, stellvertretender Projektleiter für den Gateway Limmattal. Es verwundere daher nicht, dass die Studie «den Wünschen der SBB entspricht».

Das Komitee kritisiert, dass für solch «offensichtlich» manipulative «Auftragsstudien» auch noch öffentliche Gelder aufgewendet werden. Es verlangt vom Bundesamt für Verkehr, dass es sich «von solchen Machenschaften distanziert». Damit die Öffentlichkeit sich ein objektives Bild machen könne, seien unabhängige Experten und unverfälschte Studien unabdingbar.