Weiningen
Koffermarkt in Weiningen: Alles muss in einen Koffer passen

Monika Hirn und Andrea Derungs organisieren den ersten Koffermarkt im Limmattal. Die beiden leidenschaftlichen Bastlerinnen mussten für die Premiere bereits Standanfragen ablehnen.

Franziska Wagner
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Monika Hirn (vorne) und Andrea Derungs geben Gas: Mit dem Koffermarkt hatten sie eine zündende Idee.
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Koffermarkt in Weiningen
Das Prinzip des Koffermarkts: Die Verkaufsgegenstände müssen in einem einzigen Koffer Platz haben. Nachfüllen ist aber erlaubt.

Monika Hirn (vorne) und Andrea Derungs geben Gas: Mit dem Koffermarkt hatten sie eine zündende Idee.

Franziska Wagner

Kreativ sind sie, die beiden Frauen, die am 29. März den ersten Koffermarkt im Limmattal durchführen. Und sie setzen ihre Ideen tatkräftig um: So wurde das Schaufenster der Firma Classic Car, die Andrea Derungs’ Ehemann Georg Frei gehört, kurzerhand in eine Werbefläche für den Markt umgewandelt.

29. 3.: Koffermarkt im «Schlössli»

Regensdorferstrasse 9, 8104 Weiningen, 10-17 Uhr.

www.koffermarkt-weiningen.blogspot.ch

Zwischen den auf Hochglanz polierten Oldtimern haben Derungs und Monika Hirn ihre Koffer für den Koffermarkt und viele Teddybären arrangiert. «Ich sammle Teddybären. Sie sind Geschenke meines Mannes und auch alle im Koffer zu mir gereist», sagt Derungs und lacht. Wie die Bären zum Maskottchen des Koffermarkts wurden, weiss niemand mehr so genau. Aber sie passen einfach zu ihnen, sagt Hirn.

Die Idee des Koffermarkts kommt ursprünglich aus den USA. Bei «Trunk Markets» wird allerlei Trödel ins Auto gepackt und dann direkt aus dem Kofferraum heraus verkauft. Die europäische Form des Koffermarkts funktioniert ähnlich: Die Verkaufsgegenstände müssen in einem einzigen Koffer Platz haben. Allerdings ist nachfüllen erlaubt. Und im Gegensatz zu den Trunk Markets wird hier nichts Gebrauchtes verkauft. Stattdessen liegt in den Koffern viel Selbstgemachtes zum Verkauf bereit: Derungs hat praktische kleine Sachen fürs Büro und den Alltag hergestellt, Hirn verkauft auf aus ihrem «Gartenkoffer» heraus Samen, Gartenmäuse und was sonst im Blumenbeet gebraucht wird.

Die Teilnehmer sind handverlesen

Bevor sie Koffermärkte kennen und lieben lernten, waren beide Frauen leidenschaftliche Bastlerinnen. Inzwischen sind sie in der Szene alte Hasen: Sie waren beim schweizweit ersten derartigen Anlass in Schaffhausen dabei und sind seither regelmässig an solchen anzutreffen. «Auf einmal dachten wir uns: Hey, das machen wir auch», erzählt Hirn mit leuchtenden Augen. Gesagt, getan: Der erste Koffermarkt im Limmattal wird im «Schlössli», einem altehrwürdigen Gebäude in Weiningen, stattfinden.

79 Aussteller werden am 29. März dabei sein, vorwiegend Frauen. Nur drei Männer werden unter den Ausstellern sein. «Für die Standplätze gab es ein Ausschreibungsverfahren. Mehr als 100 Leute hatten Interesse», sagt Hirn. Bei der Auswahl haben die beiden vor allem Bewerber aus der Region berücksichtigt. Nun hoffen die beiden auf viele Besucher. Beim Anlass wollen sie selbst im Hintergrund bleiben und höchstens bei allfälligen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie geben den Rahmen vor, lassen den Teilnehmern aber ansonsten freie Hand.

Das Ambiente ist den beiden Frauen sehr wichtig. Dazu sollen sowohl der historische Veranstaltungsort als auch ein professionelles Catering beitragen. Der Anlass soll schön, aber nicht luxuriös werden. Bei der Verteilung der Standplätze wurde darauf geachtet, dass auch günstige Sachen verkauft werden, sodass sich alle etwas leisten können. «Der Anlass ist für das Limmattal und die Aussteller», betont Hirn. Man darf also gespannt sein auf den Koffermarkt.