Noch zwei Tage, dann wird auch in der 3. Liga wieder Fussball gespielt. Und in der Gruppe 2 wartet aus Limmattaler Sicht gleich ein Knüller zum Auftakt der Rückrunde: Am Samstag um 18 Uhr empfängt der FC Oetwil-Geroldswil den FC Engstringen. Bei den beiden Limmattaler Vertretern freut man sich auf diese Affiche.

«Ich finde es cool, dass es mit dem Derby losgeht», sagt Jean-Marie Broggi, Trainer von Oetwil-Geroldswil. «Ein Derby ist immer etwas Besonderes, vor allem, wenn das Spiel am Samstagabend stattfindet.» Und Engstringens Trainer Roger Balmer sagt: «Ich bin gespannt, wie es herauskommt.»

Beide Vereine haben während der Winterpause neue Spieler geholt. Engstringen hat seine erste Mannschaft mit Patrick Patkovic von den A-Junioren und mit Michael Perez Torres verstärkt, der nach einer Pause zurückgekehrt ist. Und bei Oetwil-Geroldswil sind die Junioren Fabian Gröbli, Leandro Curatolo und Aimen Zouaoui neu im Team.

Dafür hat Oetwil-Geroldswil mit Daniel Marquardt und Luca Kälin zwei wichtige Spieler verloren. «Daniel hat einen Knorpelschaden», sagt Broggi, «Und Luca hat sich zum dritten Mal das Kreuzband gerissen.» Broggi bedauert die Abgänge: «Daniel war ein echter Leader, und Luca hat grosses Talent.» Broggi ist in Bezug auf die neuen Spieler jedoch zuversichtlich: «Wir hatten ein Trainingslager und Top-Trainingsbedingungen. Die Jungen haben sich gut integriert und das Potenzial dazu, die Abgänge zu kompensieren.»

Broggi sagt allerdings auch, dass die jungen Neulinge noch Zeit brauchten. Zeit, die Broggis Team angesichts der Tabellensituation nur bedingt hat. Denn es hat nur fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Noch schlechter sieht die Situation für die Engstringer aus. Ihr Abstand zum Strich beträgt gerade mal drei Punkte, nachdem sie in der Hinrunde vier von zwölf Partien gewinnen konnten und viermal unentschieden spielten.

Training in der Halle 

Trotzdem wollen die Engstringer in den ersten vier Partien der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Vorrunde. «Die ersten Spiele sind sehr wichtig», sagt Balmer. «Wenn man mit einem Sieg startet, kann man den Schwung mitnehmen. Und dann ist man plötzlich auf Rang 5 oder 6.»

Natürlich würde Balmers Team der Sieg zum Rückrundenstart dieses Jahr besonders gut schmecken, zumal man im ersten Saisonspiel gegen Oetwil-Geroldswil vor heimischem Publikum mit 0:4 unterlegen war. Doch für Balmer spielt es keine grosse Rolle, ob man gegen Oetwil-Geroldswil oder Tetova antritt: «Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und nicht auf den Gegner.»

Tabelle spielt keine Rolle

Das bedeutet fürs Derby: auf dem Platz alles geben. «Wir werden sicher nicht auf Teufel-komm-raus spielen», sagt Balmer. «Aber wir werden Oetwil-Geroldswil einen Fight liefern und uns für den Sieg zerreissen.»

Broggi hingegen drückt sich weniger martialisch aus. «Es gibt auch in diesem Spiel nur drei Punkte zu gewinnen», sagt er. Vorteile bei seinem Team nach dem 4:0-Hinspielsieg und dem besseren Tabellenrang sieht er jedoch nicht. «Die Tabellensituation spielt bei einem Derby keine Rolle», sagt er. «Wir wollen einfach guten Fussball spielen und gewinnen.» Derby hin oder her: Die beiden Trainer sind vor allem froh, dass es wieder ernst gilt.«Es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn man in der Meisterschaft spielt, als wenn man Vorbereitungsspiele absolviert», sagt Broggi. Und Balmer sagt: «Die Pause war doch sehr lang.»