Dietikon
Knapp bei Kasse: Neue Weihnachtsbeleuchtung erst ab 2014

Am Dienstag wurde die alte Weihnachtsbeleuchtung im Dietiker Zentrum entfernt – und zwar nicht wie gedacht zum letzten Mal. Die neuen «Sterngucker» werden wohl wegen der knappen finanziellen Ressourcen erst nächstes Jahr erstrahlen.

Sarah Fuhrer und Bettina Hamilton-Irvine
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Weihnachten ist vorbei - zurzeit wird die Beleuchtung im Zentrum von Dietikon demontiert
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Eigentlich hätte es der letzte Einsatz für die über 40 Jahre alte Beleuchtung sein sollen
Demontage der Weihnachtsbeleuchtung in Dietikon
Mindestens bis 2014 müssen sich die Dietiker dafür jetzt aber noch gedulden
So ist es nicht das letzte Mal, dass die Arbeiter diese Beleuchtung entfernen
Die drei Arbeiter sind mit einem Kran unterwegs, der sie zu den Girlanden und Sternen hebt
Auch die Lämpchen an der grossen Tanne auf dem Kirchenplatz werden entfernt
Die Kabel werden durchgeschnitten und entwindet
Das Verbrauchsmaterial wird weggeworfen, die Beleuchtung bis kommenden Dezember gelagert

Weihnachten ist vorbei - zurzeit wird die Beleuchtung im Zentrum von Dietikon demontiert

Sarah Fuhrer

Mit dem Dreikönigstag sind die Weihnachtstage endgültig vorbei. Damit wird nun auch die Weihnachtsbeleuchtung im Dietiker Zentrum entfernt. Seit Anfang Dezember hingen dort an Girlanden und grossen Sternen befestigt rund 1800 Lämpchen.

Eigentlich hätte die 40 Jahre alte Beleuchtung zum letzten Mal demontiert werden sollen: Der Plan war, dass ab Ende Jahr eine neue Weihnachtsbeleuchtung mit dem stimmigen Namen «Sterngucker» Licht in die dunklen Winternächte bringt. Diese war in einem aufwendigen Prozess, der seit 2011 läuft, von der Stadt und der Bevölkerung ausgelesen worden.

Brunner ist «sehr zuversichtlich»

Doch nun werden die Dietikerinnen und Dietiker nochmals ein Jahr länger mit den alten Sternen vorlieb nehmen müssen: Der Stadtrat hat das Geschäft vorläufig zurückgezogen. Als Grund nennt Infrastrukturvorstand Roger Brunner (SVP) einerseits die gescheiterte Vorlage für das Mietschulhaus Limmatfeld, die nun eine finanzielle Neuplanung nach sich ziehe. Andererseits zeige auch der aktuelle Finanzplan für Dietikon, wie knapp die Ressourcen seien. «Die Weihnachtsbeleuchtung war ein Nice-to-have-Geschäft», so Brunner. «Es blieb mir nichts anderes übrig, als sie für dieses Jahr zu streichen.»

Er bedaure diesen Schritt sehr und wisse, dass «niemand Freude habe an dieser Entscheidung», sagt Brunner. Er sei aber «sehr zuversichtlich», dass die «Sterngucker» ein Jahr später, also ab Weihnachten 2014, das Dietiker Zentrum und den Rapidplatz schmücken werden.

Doch vorerst müssen die Mitarbeiter des Werkhofs die alten Sterne nochmals für ein Jahr zur Seite legen. Seit gestern Morgen sind sie mit einem grossen, orangen Kran unterwegs. Sie lassen sich von dem langen Arm der Maschine in die Mitte der Strasse heben, um die Sterne und Girlanden abzunehmen. Ungefähr zwei Tage wird es dauern, bis die gesamte Beleuchtung entfernt ist. «Dieses Jahr kommen wir schnell voran», sagt Werkhofmitarbeiter Adrian Rickli. Da es aufgrund baulicher Veränderungen an vielen Orten gar nicht mehr möglich sei, etwas aufzuhängen, sei die Anzahl Lämpchen in den letzten Jahren geschrumpft. Zudem seien viele davon kaputt und müssten ersetzt werden - was aber wegen des Verbots von herkömmlichen Glühbirnen kaum mehr möglich ist. Für Rickli ist es auch deshalb höchste Zeit für die neue Weihnachtsbeleuchtung.

Bäume werden zu Holzschnitzel

Eine grosse Herausforderung ist wie jedes Jahr die Demontage in der Bremgartnerstrasse: Wegen der Bahn und des Verkehrs muss dort die Strasse polizeilich abgesperrt werden. Schliesslich entfernen die Arbeiter die Lämpchen vom grossen Weihnachtsbaum auf dem Kirchplatz. Sie klettern hoch, um Kabel zu durchtrennen und entwirren oder lassen sich mit dem Kran bis zu den Lämpchen an der Baumspitze heben. Morgen wird dann noch der letzte Teil der Weihnachtsdekoration entfernt: Die Tannenbäume werden mit einem Kran von ihrem Platz gehoben und zu Holzschnitzel verarbeitet.