Am Wochenende fand die Vernissage des neuen Kunstführers für das Kloster Fahr statt. Aufsehen erregte jedoch vor allem die Ankündigung von umfassenden Renovationen an dessen Anlagen: «Wir werden die barocke Klosteranlage und die rund 20 Nebengebäude für rund 20 Millionen Franken sanieren», sagte Priorin Irene Gassmann. «Dafür brauchen wir Spenden. In den nächsten Tagen werden Sie einen Brief erhalten.» Die Renovationen seien dringend notwendig: einerseits, um Personenunfällen und irreparablen Schäden an Kunstwerken vorzubeugen – andererseits, um den Energieverbrauch zu senken.

In einem Communiqué vom Sonntag erläuterte die Medienstelle des Klosters den Sanierungsbedarf dann genauer. Nebst inneren und äusseren Restaurierungsarbeiten sei Folgendes geplant: die Sanierung des Kirchturms, die Erneuerung der elektrischen Anlagen, der Ersatz der einfach verglasten Fenster, die Erneuerung der Heizungsanlagen sowie eine sanfte Sanierung der Nebengebäude. Spezialisten für historische Bauten hätten den Zustand der Gebäude im letzten Jahre beurteilt, schreibt die Medienstelle. Die letzten Renovierungen lägen rund dreissig bis fünfzig Jahre zurück.

Sammelaktion startet bald

Gut die Hälfte der insgesamt 20 Millionen Franken Sanierungskosten sollen in den nächsten fünf Jahren investiert werden. Laut Communiqué ist es der Klostergemeinschaft allerdings nicht möglich, diesen hohen Betrag aus eigener Kraft zu aufzubringen. Pro Jahr könne sie lediglich rund 200000 Franken beisteuern. Eine Gruppe von Fachleuten – bestehend aus Mitgliedern des Vereins Kloster Fahr – kümmert sich deshalb um die Beschaffung von Spendengeldern. Demnächst soll eine breit angelegte Sammelaktion starten.

Die Klosterleitung rechnet damit, dass im Frühling 2013 die Baumaschinen auffahren können. Allerdings nur, wenn bis dann die Finanzierung des Sanierungsprojekts «vollumfänglich gesichert ist».