Unterengstringen
«Klödelmarsch» in giftgrün und ultraviolett: Beeindruckende Auftritte am Jahreskonzert der Kreismusik

Am Jahreskonzert der Kreismusik Limmattal mit dem Motto Eurovision holten sowohl die Tambouren als auch die Bläser viele Punkte bei der Zuschauer-Jury. So war es eine klare Sache, wessen Name im goldenen Kuvert steht.

David Egger
Drucken
Teilen
Die Tambouren der Kreismusik spielten fluoreszierend den «Klödelmarsch».

Die Tambouren der Kreismusik spielten fluoreszierend den «Klödelmarsch».

az Limmattaler Zeitung/David Egg

Das Jahreskonzert der Kreismusik Limmattal mit dem Motto Eurovision Song Contest sorgte für einen Grossaufmarsch im Gemeindesaal Büel. Alle Stühle waren besetzt. Das Programm hatte denn auch einiges versprochen, für jedes Alter und für jeden Musikgeschmack. Einer der Höhepunkte war der «Klödelmarsch», zu dem die Tambouren in fluoreszierenden Masken und grün leuchtenden Schlägeln unter ultraviolettem Licht aufspielten. Unter der Leitung von Raffael Hotz boten sie mit beeindruckender Präzision auch die anderen neun Stücke ihrer beiden Programmteile dar, ebenso wie die Zugaben.

Nach jedem Programmteil holte Moderatorin und OK-Präsidentin Nicole Schüpbach jeweils die Stimmen der Jury, also des Publikums ein, wie es sich für einen Eurovision Song Contest gehört. Neben dem «Klödelmarsch» überzeugten die Tambouren das Publikum insbesondere auch mit dem Stück «Quattro Stagioni», das eine perkussive Vielfalt bot, die ihresgleichen sucht und die eine entsprechend grosse Besetzung auf der Bühne nötig machte. Auch Stücke wie «Pilot», «Macarouni», «Chinderfäscht», «Paukito», «Freeze», «Latino-Groove for Juniors», «By Land and Sea» und «Power Rangers» holten im Publikum so einige Stimmen ab.

Grosse Schweizer Vergangenheit

Die Bläser der Kreismusik unter der Leitung von Marcel Burch standen dem in nichts nach. Keine Frage, dass das Publikum den Song «Ne partez pas sans moi», mit dem Céline Dion die Schweiz am Eurovision Song Contest 1988 zum Sieg sang, mit vielen Stimmen bedachte. Lang sind diese glorreichen Zeiten der Schweiz auf der europäischen Bühne her.

Auch Stücke, die in jüngerer Vergangenheit am Eurovision Song Contest gespielt wurden, hatten die Bläser der Kreismusik Limmattal im Gepäck, so etwa «Hard Rock Hallelujah», mit dem die finnische Band Lordi vor zwölf Jahren den Sieg holte. Es zeigte sich, dass der Hard-Rock-Song auch ohne grosses Gitarren-Ensemble auf Anklang stösst. Besonders begeistert war das Publikum auch vom letzten Stück vor der finalen Zugabe: Mit «Don Pedro» brachte die Kreismusik spanische Lebensfreude auf die Bühne.

Überhaupt nahmen die Bläser das Publikum auf eine internationale Reise mit. So gehörten zu ihrem Programm auch Stücke wie der Schweizer «Gruss an Alpnach», «Tiroler Adler», «Schönes Prag» oder «Fairytale», mit dem Norwegen den Eurovision Song Contest 2009 gewann. Komplettiert wurde das Programm mit «Tulpen aus Amsterdam», «Don’t stop me now» und dem «Chanson d’amour».

«Das, was es ausmacht»

Nicht nur das Publikum zeigte sich von der musikalischen Reise angetan, sondern auch die Musiker selbst. «Musik mit jemandem zu teilen ist das, was es ausmacht», resümierte Kreismusik-Präsident Marcel Burch. Das schöne Musikalische zeigte sich auch darin, dass sich auch die Jugendmusik rechtes Limmattal unter die Notensponsoren einreihte.