Kinderwagen, Kickboards und viele Buben und Mädchen: Der Auftakt zur siebten Limmattaler Kulturparty in Geroldswil stand gestern Nachmittag ganz im Zeichen der Kinder. Passend dazu eröffneten die jungen Sängerinnen der «Singin’ Kids» das fünftägige Fest, das in seiner siebten Durchführung bereits zur Dorftradition gehört. Die knapp 20 Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren sangen unter der Leitung von Roger Küng neben eigenen Liedern auch Neuinterpretationen bekannter Hits und brachten das Publikum zum Mitklatschen und Schunkeln.

Kulturparty Limmattal

Kulturparty Limmattal

Manch einer der kleinen Besucher liess sich gar zu einem Tänzchen vor der Bühne hinreissen oder verfolgte das Geschehen ganz aus der Nähe. Teilweise zu nah für den Vater von Chorleiter Küng: Er sorgte dafür, dass die Sängerinnen von den kleinen Fans am Bühnenrand nicht zu stark abgelenkt wurden. Nach dem Chor durften drei ältere Mädchen ihr Gesangstalent präsentieren. Mit ihren kraftvollen Stimmen gehören sie zum Nachwuchs für die «Mezzo Singers», einer ebenfalls von Roger Küng geleiteten Formation.

Elefanten und Schokoladenhaus

Das Publikum an der nachmittäglichen Eröffnung der Kulturparty bestand grösstenteils aus stolzen Müttern und Bekannten der jungen Sängerinnen. Aber nicht nur. «Wir kommen immer zum Dorfplatz, wenn etwas läuft», sagte ein älteres Ehepaar, das seit vierzig Jahren in Geroldswil lebt, und seinen kleinen Enkelsohn dabeihatte. «Es ist seine erste Party», meinte die Frau.

Nach der Arbeit kam dann für die «Singin’ Kids» das Vergnügen: Nach ihrem Auftritt konnten sie die Show von «Billy & Benno» geniessen. Das junge Komiker-Duo nahm die Kinder mit auf eine interaktive, musikalische Reise. Ihre Kinderlieder handelten vom «Trimpel-Trumpel-Trampeltier», einer Frau, die sich Elefanten als Haustiere hält, und von Martin, der in einem Haus aus Schokolade lebt – was wohl manch einen der jungen Zuhörer zum Träumen brachte.

Die Limmattaler Kulturparty ist der grösste Anlass des Geroldswiler Vereins Spektrum. Dieses Jahr wurde sie um eine Woche vorverlegt, um nicht mit dem Turnfest in Weiningen zu konkurrenzieren. Und: Es ist vielleicht das letzte Mal, dass das Fest durchgeführt wird. An der letzten Vereinsversammlung entschied sich der Vorstand von Spektrum, auf Ende Jahr zurückzutreten. Als Grund nennt Präsidentin Ursula Hofstetter in der Broschüre zur Kulturparty den fehlenden Nachwuchs, den der Verein für ein Weiterbestehen benötige. Im September werde über das Weiterbestehen von Spektrum entschieden.